JMStV: Links - Alterskennzeichnung funktioniert nicht
16 Links zum JMStV u.a. "Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV", "Experiment zur Alterseinstufung von Webseiten", "SPD in Schleswig-Holstein lehnt JMStV ab", "Jugendmedienschutz-Staatsvertrag/Alterskennzeichnung funktioniert nicht".
- Thomas Schwenke, "Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV", 29-Nov-2010, t3n News
Fragen und Antworten zum JMStV (Frage 5: Ist diese Kennzeichnung Pflicht?, Frage 6: Welche Inhalte müssen klassifiziert werden?, Frage 8: Nach welchen Kriterien soll die Klassifizierung erfolgen?, Frage 12: Wie ist es mit Anbietern von User Generated Content?).
- "Experiment zur Alterseinstufung von Webseiten", 2010, AK Zensur
Praxistest, der zeigt wie schwer es ist richtige Alterseinstufungen vorzunehmen (Pressemeldung). Bei benutzergenerierten Angeboten kann es zudem nötig sein sie jenseits der Zielgruppe des Angebot einzustufen. Zitat zu "Öffentlich geförderte Jugendseite: wie einstufen?":
Das Jugendportal Netzcheckers [...] hat als engagiertes Webangebot für und mit Kindern ab zwölf Jahren [...] Meine unfreiwillige Bewertung: Das medienpädagogische Angebot netzcheckers.de wäre gezwungen, die Seite mit "ab 16 Jahren" an seiner Zielgruppe vorbei zu kennzeichnen.
.- Christian Stöcker, "Jugendschutz: Weltfremder Staatsvertrag", 02-Dec-2010, SPIEGEL ONLINE
Die Unterschiede zum jetzigen JMStV und die Problematik Regeln aus der analogen Welt ins Internet zu übertragen.
- Stefan Krempl, "Verbände protestieren gegen Jugendschutzgesetzgebung", 11-Jul-2002, Telepolis
Die Gründe gegen den neuen JMStV gab es bereits 2002 vor der Verabschiedung des jetzigen JMStV. Zitat:
Sie kritisieren grundsätzlich, dass der vorliegende Entwurf "nicht hinreichend die technischen Gegebenheiten und Besonderheiten des Mediums Internet berücksichtigt" und sich in weiten Teilen unreflektiert am Rundfunk orientiere. Dadurch würden "unerfüllbare Anforderungen an unsere Mitglieder normiert, die nicht nur eine erhebliche Rechtsunsicherheit und wirtschaftliche Belastung bedeuten würden, sondern letztendlich auch den angestrebten effektiven Jugendmedienschutz nicht gewährleisten können.
- "SPD in Schleswig-Holstein lehnt JMStV ab", 02-Dec-2010, netzpolitik.org
Interessant ist die klar formulierte Begründung als Signal zur Abstimmung in Berlin. Zitat:
Denn die Anhörung hat unsere Auffassung bestätigt, dass die in diesem Staatsvertrag verankerten Maßnahmen nicht geeignet sind, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Netzinhalten zu schützen. Schon die in dem Entwurf erwähnten technischen Voraussetzungen sind überhaupt nicht vorhanden. Eltern wird suggeriert, es gäbe im Netz Sicherheit für ihre Kinder, doch in der Realität existiert diese Sicherheit nicht. Der Vertrag wird vor allem eine Funktion haben: eine Gelddruckmaschine für Abmahnanwälte.
Wir sind der Meinung, dieser Staatsvertrag sollte schnellstens vom Tisch, weil er die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Stattdessen sollten wir effektive Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die ohne Netzsperrungen für eine breit angelegte Medienkompetenz sorgen.
- "Berlin: Infoveranstaltung & Entscheidung zum JMStV", 03-Dec-2010, netzpolitik.org
Zitat:
Vor der Abstimmung über den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag lädt der AK Zensur alle Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses zu einer Informationsveranstaltung ein.
- "Offene Briefe gegen den JMStV: Und jetzt alle!", 02-Dec-2010, netzpolitik.org
Links auf offene Briefe, die Probleme des JMStV verdeutlichen.
- Simon Möller, "JMStV: Nachrichten-Privileg für Blogger?", 02-Dec-2010, Telemedicus
Lässt sich das Berichterstattungsprivileg aus dem JMStV für Blogs in Anspruch nehmen? Zitat:
Die Vorschrift gilt nach ihrem Wortlaut für "Sendungen" im Rundfunk bzw. für "vergleichbare Angebote" bei Telemedien. Eine Sendung ist aber kein Fernsehsender. Privilegiert sind nur einzelne Programmteile, nicht das gesamte Programm. Das bedeutet: RTL kann nicht völlig die Jugendschutz-Pflichten ignorieren, bloß weil dort auch Nachrichten laufen. Die Privilegierung gilt nur für die Nachrichten selbst. Der Film, der im Anschluss läuft, unterfällt den ganz normalen Regelungen zur Jugendmedienschutz.
- "Warum Udo Vetter und Robert Basic sich in Sachen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und die Auswirkungen auf Blogs irren", 02-Dec-2010, Pottblog
Kritische Anmerkungen zu: "Blogger können leidlich gelassen bleiben".
- Stefan Engeln, "JMStV, Blogger und die lässlichen Einschätzungen", 01-Dec-2010, Engeln.de
Kritische Anmerkungen zu: "Blogger können leidlich gelassen bleiben".
- "Jugendmedienschutz-Staatsvertrag/Alterskennzeichnung funktioniert nicht", , Piratenwiki
Zitat:
Anders als Maßnahmen gegen Kopierrechtsverstößen, Markenrechtsverstößen oder Kinderpornographie ist die korrekte Alterskennzeichnung nicht international durchsetzbar. [...] Zudem sind Altersgrenzen und Kriterien bzgl. Jugendschutz international sehr unterschiedlich.
- "Kategorie:Jugendmedienschutz-Staatsvertrag", , Piratenwiki
Der JMStV im Wiki der Piratenpartei Deutschland. Gegenvorschläge: Benutzer:Andizo/jmstv gegenentwurf, Jugendmedienschutz-Staatsvertrag/Alternative und eine Opferliste.
- Sven Dietrich, "Die Technik des neuen Jugendschutz-Labels ? Deutschland will die Welt verändern", 03-Dec-2010, pop64.de
Der Artikel macht u.a. deutlich, dass der neue JMStV in Hinblick auf große Anbieter entstanden ist und nicht berücksichtigt, dass das Internet ein weltweites Medium ist.
- "Analyse des Jugendmedienschutzsystems - Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag", Oct-2007, Hans-Bredow-Institut
Ausführliche Analyse zum jetzigen JMStV: Zusammenfassung (PDF), kompletter Bericht (PDF).
- "Auf allen Kanälen: JMStV", 02-Dec-2010, CARTA
Linkliste zum JMStV.
- "JMStV ablehnen!"
Von Dennis Morhardt eingerichtete Seite auf der man sich mit Unterschrift und optionalen Kommentar, die sehr lesenswert sind, gegen den JMStV äußern kann.
