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Mittwoch, 01. Dezember 2010

JMStV: Bessere Medienkompetenz statt neuen JMStV

Der neue JMStV ist unverständlich formuliert, schafft weitere Möglichkeiten für Abmahnungen und stellt insbesonders für Mikromedien einen schnell nicht mehr zu leistenden Arbeitsaufwand da (Inhalte aus 15 Jahren Altersgerecht einordnen), ohne den Jugendschutz voranzubringen.

Für Kinder ist auch mit dem neuen JMStV das Internet ohne Aufsicht ungeeignet, da Alterseinstufungen (bewußt) falsch sein können.

Für Jugendliche sind Alterseinstufungen Leuchtreklame für die interessanten Inhalte im Internet und sie haben das technische Wissen und die Motivation an diese Inhalte ranzukommen - das fördert deren Kreativität verbessert aber nicht den Jugendschutz.

Erziehung lässt sich nicht durch Technik ersetzen. Der bessere Ansatz ist die Medienkompetenz von Eltern, Jugendlichen und allen anderen Netzteilnehmern zu verbessern und darauf aufbauend klare, freiwillige Empfehlungen für den Jugendschutz im Internet zu entwickeln, die das Internet als neues, eigenständiges, interaktives Medium betrachten und nicht als eine Variante des Rundfunks.

"Forderungskatalog des AK Zensur zum JMStV"

Ausführliche Erklärung warum der neue JMStV sein Ziel verfehlt und Forderungen zur Verbessung des JMStV und Jugendschutzes.

Udo Vetter, "Blogger können leidlich gelassen bleiben"
Verständliche Erklärungen zum JMStV. Jedoch sehr optimistisch, was dessen Auswirkungen betrifft. Die Probleme beginnen mit Inhalten ab 16 und deren Erkennung (siehe dortige Kommentare).
"Tipps - Für Eltern", Saferinternet.at
Eine Website, die sinnvolle Tipps und Hilfen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet gibt und auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht.
Prof. Dr. Thomas Hoeren, "Jugendmedienstaatsvertrag und Altersfreigabe im Internet"
Der neue JMStV ist schlecht ausgearbeitet.
"Was bringt der neue JMStV?", Telemedicus
Hebt hervor, dass insbesonders für Blogs und andere kleine Anbieter durch den JMStV ein unverhältnismäßig hoher Aufwand entsteht.
"Blogger und der JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag) - eine Linksammlung", kLAWtext
Linksammlung zum JMStV.

Politiker- und nicht Politikverdrossenheit

Abgeordnete planen aufgrund parlamentarischer Zwänge für den neuen JMStV zu stimmen, obwohl sie ihn aus sachlichen Gründen nicht für richtig halten. Die Grünen NRW überdenken diese Entscheidung derzeit: Grüne wollen mit SPD Gespräche über Nicht-Zustimmung führen.

Zitat: Wir sind weiterhin gegen den #JMStV, die Fraktion hat sich aufgrund parlamentarischer Zwänge anders entschlossen. -- gruenenrw

Zitat: Es gehe hier mehr um Koalitionsdisziplin als um die Auswirkungen des Jugendmedien-Staatsvertrages, sagt Hiller, darum etwa, Berlins Regierenden Klaus Wowereit nicht zu beschädigen der ja zugleich Wunschpartner der Linken für die Zeit nach der kommenden Wahl ist. [...] -- JMStV in Berlin: Parlamentarische Zwänge auch bei der Linke

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