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Montag, 19. Januar 2004

Buch: "Don't make me think!" (1)

Als Buch lese ich derzeit "Don't make me think!" von Steve Krug.

Als Buch ist heute die deutschsprachige Ausgabe von: Steve Krug, "Don't make me think! - Das intuitive Web", 2002, mitp-Verlag, Bonn angekommen. Das englischsprachige Original mit den Titel "Don't make me think! - A common Sense Approach to Web Usability" stammt von 2000.

Ersteindruck

Beim Durchblättern macht das Buch mit der relativ großen Schrift, den vielen Grafiken und den 195 Seiten den Eindruck: "dieses Buch ist Dein Freund" - und es läßt sich gut lesen. Lediglich die vielen Fußnoten stören mich beim Lesefluß etwas.

Die Website aus Sicht der Nutzer

Mein Eindruck nach den ersten 85 Seiten ist, dass das Buch die Webseiten aus Sicht der Nutzer betrachtet, denen es vollkommen egal ist, was sich die Designer bei der Erstellung der Seiten gedacht hat. Als Nutzer ist es einen nur wichtig möglichst auf den ersten Blick, ohne nachzudenken die gesuchten Informationen zu finden. Daher werden die Seite nicht einfach von oben nach unten und links und rechts gelesen und komplett wahrgenommen wie man es als Ersteller eigentlich haben möchte oder erwartet, sondern einfach quer nach Stichworten oder Bildern (Einkaufswagen) überflogen und dann das erstbeste angeklickt. Also, sollte die Seiten möglichst einfach und ohne großartig zu denken zu nutzen sein.

Konventionen

Das kann man u.a. erreichen, indem man es mit dem Design und der individuellen Gestaltung der Site nicht übertreibt und sich an Konventionen wie "Wichtige Sachen sind groß", "Zueinandergehörige Links stehen in einem Kasten", "Die Suche ist rechts oben und hat einen 'Suchen'-Knopf", "Jobangebote gibt es unter 'Jobs'" etc. hält.

Vergleiche mit der realen Welt

Zur Veranschauung zieht Steve Krug immer wieder Vergleiche mit der realen Welt. Das Kapitel zur hierarchischen Aufteilung einer Website beginnt beispielsweise mit der Art wie man sich in einem Baumarkt orientiert, um eine Kettensäge zu kaufen. Man betritt den Markt. Schaut nach oben auf die großen Schilder über den Gängen und orientiert sich nach Werkzeuge Baustoffe Gartenbedarf und verfeinert diese Suche dann in der jeweiligen Abteilung.

An anderer Stelle wird das Layout einer Zeitung gezeigt, um aufzuzeigen, dass die wichtigsten Sachen mit der größten Überschrift hervorgehoben werden.

Kurz fassen

Sehr beeindruckend fand ich ein Beispiel im Kapitel: "Lassen sie nutzlose Wörter weg": Auf Seite 48 werden zunächst die Teile eines 104 Wörter umfassende Originals einer Anleitung zum Ausfüllen eines Umfrage-Formulars analysiert und dann die 48 Wörter umfassende verbesserte Version präsentiert.

Navigation

Zur Navigation wird umfangreich auf die Brotkrümel- und Reiter-Navigation eingegangen.

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