Buch: "Don't make me think!" (1)
Als Buch lese ich derzeit "Don't make me think!" von Steve Krug.
Als Buch ist heute die deutschsprachige Ausgabe von: Steve Krug, "Don't make me think! - Das intuitive Web", 2002, mitp-Verlag, Bonn angekommen. Das englischsprachige Original mit den Titel "Don't make me think! - A common Sense Approach to Web Usability" stammt von 2000.
Ersteindruck
Beim Durchblättern macht das Buch mit der relativ großen
Schrift, den vielen Grafiken und den 195 Seiten den Eindruck:
"dieses Buch ist Dein Freund" - und es läßt sich gut lesen. Lediglich
die vielen Fußnoten stören mich beim Lesefluß etwas.
Die Website aus Sicht der Nutzer
Mein Eindruck nach den ersten 85 Seiten ist, dass das Buch die
Webseiten aus Sicht der Nutzer betrachtet, denen es vollkommen
egal ist, was sich die Designer bei der Erstellung der Seiten
gedacht hat. Als Nutzer ist es einen nur wichtig möglichst auf den ersten
Blick, ohne nachzudenken die gesuchten Informationen zu finden. Daher
werden die Seite nicht einfach von oben nach unten und links und rechts
gelesen und komplett wahrgenommen wie man es als Ersteller eigentlich
haben möchte oder erwartet, sondern einfach quer nach Stichworten
oder Bildern (Einkaufswagen) überflogen und dann das erstbeste angeklickt.
Also, sollte die Seiten möglichst einfach und ohne großartig zu
denken zu nutzen sein.
Konventionen
Das kann man u.a. erreichen, indem man es mit dem Design und
der individuellen Gestaltung der Site nicht übertreibt und sich
an Konventionen wie "Wichtige Sachen sind groß", "Zueinandergehörige
Links stehen in einem Kasten", "Die Suche ist rechts oben
und hat einen 'Suchen'-Knopf", "Jobangebote gibt es unter 'Jobs'" etc.
hält.
Vergleiche mit der realen Welt
Zur Veranschauung zieht Steve Krug immer wieder Vergleiche mit der realen Welt.
Das Kapitel zur hierarchischen Aufteilung einer Website
beginnt beispielsweise mit der Art wie man sich in einem Baumarkt
orientiert, um eine Kettensäge zu kaufen. Man betritt den Markt.
Schaut nach oben auf die großen Schilder über den Gängen und orientiert
sich nach Werkzeuge Baustoffe Gartenbedarf
und verfeinert diese Suche dann in der jeweiligen Abteilung.
An anderer Stelle wird das Layout einer Zeitung gezeigt, um aufzuzeigen, dass die wichtigsten Sachen mit der größten Überschrift hervorgehoben werden.
Kurz fassen
Sehr beeindruckend fand ich ein Beispiel im Kapitel: "Lassen sie
nutzlose Wörter weg": Auf Seite 48 werden zunächst
die Teile eines 104 Wörter umfassende Originals einer Anleitung zum Ausfüllen
eines Umfrage-Formulars analysiert und dann die 48 Wörter umfassende
verbesserte Version präsentiert.
Navigation
Zur Navigation wird umfangreich auf die Brotkrümel- und Reiter-Navigation
eingegangen.
