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Sonntag, 25. Januar 2004

Buch: Don't make me think! (3)

In den letzten drei Kapitel von "Don't make me think!" geht es um Usability-Tests.

Kapitel 9 zeigt auf, warum man Usability-Tests benötigt und das sie auch ganz einfach durchzuführen sind. Kapitel 10 beschäftigt sich mit der Durchführung und Kapitel 11 mit der Auswertung der Tests.

Wozu Usability-Tests?

Weil (S. 142)

  • Nicht jeder denkt so wie Sie
  • Nicht jeder weiß, was Sie wissen
  • Nicht jeder benutzt das Web wie Sie
Dazu kommt, dass man selbst viel zu sehr in der Site drinsteckt, um sie aus Sicht von Nutzern, die diese Site zum ersten Mal aufrufen, sehen zu können. Daher ist schon allein das Testen mit nur einer Person besser als überhaupt keine Tests.

Was kosten Usability-Tests?

Ein aufwendiges Testen in einem Labor mit Beobachtungsraum und verspiegelter Glasscheibe ist nicht nötig. Das Testen ist ein interaktiver Prozess. Beim Testen wird ermittelt was Probleme macht, diese werden behoben, dann wird erneut getestet. Pro Durchgang reichen 3-4 Tester aus, die jeweils vor dem Rechner gesetzt werden, sich mit der Seite beschäftigen und dabei ihre Gedanken laut äußern. Das Ganze wird zusätzlich per Kamera aufgenommen, so dass der Test von weiteren Personen im Nebenraum verfolgt werden kann.

Durchführung des Tests

Im Kapitel 10 zur Durchführung des Tests wird sowohl auf die Testpersonen als auch auf die Person eingegangen, die den Test durchführt und wie sich diese beim Testen verhalten soll. Dazu gehört, dass sie den Test selbst zuvor ausprobiert hat und den Tester motiviert. Schön aufgezeigt wird dies anhand einer fiktiven aber realistischen Beispielsitzung.

Auswertung

Im letzten Kapitel geht es um die Auswertung des Tests und wie man auf die Beobachtungen reagiert bzw. nicht überreagiert - es wird immer Leute geben, die die Farbgestaltung mögen und welche, die sie nicht mögen. Die typischen Probleme einer Site sind dabei:

  • Das Konzept der Site wird nicht verstanden
  • Die gesuchten Wörter sind nicht vorhanden, z.B. entsprechen die Kategorien nicht den Erwartungen der Nutzer
  • Es ist zuviel los

Literatur und Danksagungen

Abgeschlossen wird das Buch dann mit Literaturempfehlungen zum Thema Usability, wobei die Beschreibungen persönliche Anmerkungen von Steve Krug darstellen und fünf Seiten an Danksagungen.

Keine Langzeittests?

Vermisst habe ich in diesen letzten Kapitel Langzeittests von Usern, die die Site regelmäßig benutzen. Eine Site, die auf den ersten Blick gut und übersichtlich wirkt, kann sich bei regelmäßiger Benutzung als unbequem erweisen, weil man z.B. immer wieder diverse Unterseiten anklicken muss, um alle Neuheiten zu erfahren oder weil sich das ständige Einloggen als lästig erweist.

Fazit

Ansonsten ist das Buch sehr lesenswert, zudem schnell durchgelesen und ich habe durch das Buch einige neue Ideen und Sichtweisen kennengelernt.

Die Website von Steven Krug ist unter http://www.sensible.com/ zu finden.

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