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Montag, 29. August 2011

Links: Libyen, Syrien

Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.

Proteste in der Arabischen Welt

Yassin Musharbash, "Libyen und der arabische Frühling: Tyrannosaurus Ex", 22-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Polit-Dinosaurier sterben aus: Muammar al-Gaddafi wird Libyen nicht mehr regieren, auch wenn er sich noch an die Macht klammert. Für den arabischen Frühling ist sein Sturz ein wichtiger Impuls, er bringt nach Monaten des Stillstands neue Dynamik.

Michael Thumann, "Arabische Revolution: Keine Panik!", 26-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Wir sollten mehr Vertrauen in die arabischen Revolutionen haben -- vier neue Bücher wider den politischen Pessimismus.

Libyen

Ulrich Ladurner, "Lehren aus dem Irak", 23-Aug-2011, Post von unterwegs

Zitat: Muammar al-Gadhafi leistet erbitterten Widerstand. Er wird noch viele Menschen mit ins Verderben ziehen, doch sein Ende ist gewiss. Die Sieger können und müssen sich deshalb eiligst mit der Nachkriegsordnung befassen. Sie wollen nach eigenem Bekunden ein demokratisches Libyen errichten. Dieses Ziel ist die Grundlage für die Unterstützung des Westens.

Ulrike Putz, "Machtwechsel in Tripolis: Libyens schwierige Stunde Null", 23-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Gaddafi scheint geschlagen, doch jetzt droht ein neuer Machtkampf in Libyen. Unter den Rebellen gibt es zu viele Interessen, zu viele Clans - und zu viele, die auf Rache sinnen könnten. Die Gaddafi-Nachfolger stehen vor einer Mammutaufgabe.

Jochen Bittner, "Umbruch: Absichten: Gut. Aussichten: Nicht so", 25-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Offenbar sind es Demokraten, die in Libyen die Macht erobert haben. Nun stehen sie vor dem Nichts: Es gibt keine Parteien, keine Institutionen, keine Polizei.

"Das neue Gesicht Libyens", 22-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Vor einem halben Jahr war der Mann mit dem dünnen grauen Bart und der Halbglatze im Ausland kaum bekannt. Doch mit dem Aufstand gegen Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi wurde der Chef des oppositionellen Nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdeljalil, zum Gesicht des Widerstands.

"Hilfe für das «freie Libyen von morgen»", 24-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Nächste Woche soll in Paris eine internationale Lybien-Konferenz über die Bühne gehen. Dabei soll es auch um die Aktivierung der weltweit verstreuten Ghadhafi-Gelder gehen, um sie in den Wiederaufbau des Landes zu stecken.

"Machtkampf in Libyen: Übergangsrat regiert von Tripolis aus", 26-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Erstmals haben Minister des Rebellenrates in der libyschen Hauptstadt getagt. Sie sicherten Gadhafi-Anhängern Straffreiheit zu. Doch dafür müssten die aufgeben.

"Brutale Szenen in Lagern nahe Tripolis", 26-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Anhänger des bisherigen libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi haben nach Informationen von Amnesty International womöglich mehr als 100 Gefangene in Militärcamps getötet. Manche Gefangene seien auf der Flucht erschossen worden.

"Bürgerkrieg in Libyen: Amnesty wirft Konfliktparteien Folter vor", 26-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Nicht nur Gadhafi-Anhänger, auch Rebellen sollen Menschenrechtsverletzungen begehen. Die Organisation berichtet von Folter, Vergewaltigung und Hinrichtungen.

"Umsturz in Libyen: Millionen Libyer leiden unter Versorgungsnot", 27-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Wasser, Medikamente und Benzin werden knapp. Der Strom fällt aus. Müll türmt sich meterhoch auf. Sechs Tage nach dem Einmarsch der Rebellen bricht in Tripolis die Versorgung zusammen. Laut Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon leiden Millionen Libyer unter den Kriegsfolgen.

"Libyen: Rebellen besetzen Hauptquartier des Staatsfernsehens", 22-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: In Tripolis erobern die Rebellen zentrale Gebäude. Auch Gadhafi-Getreue sitzen jedoch an einigen wichtigen Orten. US-Präsident Obama warnt: "Es ist noch nicht vorbei."

"Libyen: Nato sieht Gadhafi-Truppen vor dem Zusammenbruch", 23-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Das Militär in Libyen hat aus Sicht der Nato die Macht verloren, gegen die Bevölkerung vorzugehen. Dennoch ist Tripolis weiterhin schwer umkämpft.

Ruth Spitzenpfeil, "Unsicherheit macht sich breit in Tripolis", 23-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Der libysche Übergangsrat hat es verstanden, den Vormarsch auf die Hauptstadt als kompletten Sieg darzustellen. Doch die Erfolgsmeldungen sind nun verstummt. Besonders der bizarre Auftritt des Ghadhafi-Sohns Saif al-Islam lässt die Ungewissheit wieder überwiegen.

"Libysche Rebellen stürmen Bab-al-Aziziya-Komplex in Tripolis", 24-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Hunderte von libyschen Aufständischen haben den Militärkomplex Bab al-Aziziya in der Hauptstadt Tripolis gestürmt. Kämpfer der Regierungstruppen haben sich ergeben. Die Rebellen seien an verschiedenen Fronten auf dem Vormarsch, hiess es.

Martin Gehlen, "Umbruch in Libyen: Die Wunden von Tripolis", 26-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Der Übergangsrat hat seinen Sitz in die Hauptstadt verlegt. Vorbei sind die Kämpfe nicht. Noch immer wird in Tripolis rund um die Uhr geschossen und gestorben.

'Horrorszenen in libyscher Klinik: "Eine der schlimmsten Sachen, die ich je gesehen habe"', 26-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Als die Helfer kamen, fanden sie blutverschmierte Flure, Leichenberge in Zimmern und im Vorhof: In einer Klinik in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind laut BBC mehr als 200 Menschen gestorben. Ärzte und Schwestern flohen vor den Kämpfen und überließen die Patienten offenbar einfach dem Tod.

"Die Nato konzentriert sich nun auf Sirte", 27-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: In Libyen nimmt die Nato nun die Stadt Sirte ins Visier. Ein Vertreter der Allianz sagte, Sirte stehe im Mittelpunkt der Einsätze, weil die Stadt eine der letzten Orte unter Ghadhafis Kontrolle sei.

Matthias Gebauer, "Rebellen-Triumph in Tripolis: Captain Ahmeds Traum von der Freiheit", 25-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Tripolis tastet sich an die Freiheit heran: Die Rebellen kontrollieren den Großteil der libyschen Hauptstadt, das Leben Tausender ändert sich radikal. Pilot Ahmed H. träumt von einem Flug nach Berlin - und dem Leben nach Gaddafi. Doch die Kriegsfront verläuft mitten durch seine eigene Familie.

Christoph Ehrhardt, Daniel Pilar, "Libyen: Die Träumer und der Krieg", 26-Aug-2011, FAZ.NET

Zitat: Libyen schwirrt vor Gerüchten und vermeintlichen Gewissheiten. Dass sie sich die Grausamkeit des Gaddafi-Systems aber nicht bloß eingebildet haben, erlebten viele Kämpfer der Regimegegner spätestens beim Sturm auf Tripolis.

"Libyen: Entführte italienische Journalisten sind frei", 25-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Aufatmen in Rom: Vier Reporter italienischer Zeitungen sind freigelassen worden. Sie waren am Mittwoch in Libyen verschleppt worden und seither in der Hand von Gaddafi-Truppen. Den Journalisten gehe es gut, berichtete eine Kollegin.

Lisa Erdmann, "Journalisten in Tripolis: Gefangen im Fünf-Sterne-Knast", 24-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Drei Tage dauerte das Geiseldrama - dann konnten Dutzende westliche Journalisten das Rixos-Hotel in Tripolis verlassen. Schwer bewaffnete Gaddafi-Anhänger hatten sie dort festgehalten. Nun berichten die Reporter über die Gefangenschaft in der Luxusherberge.

"Kampf in Libyen: Britische Elitesoldaten helfen bei Gaddafi-Jagd", 25-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Sie tragen arabische Kleidung und die gleichen Waffen wie die Rebellen: Rund 30 Elitesoldaten der britischen SAS beteiligen sich laut Londoner Zeitungen an der Jagd auf Gaddafi. Einige seiner Gegner vermuten den flüchtigen Despoten in seiner Heimatstadt - dort verstärken sie ihre Truppenpräsenz.

Ulrich Ladurner, "Das Dilemma der Außenpolitik", 26-Aug-2011, Post von unterwegs

Zitat: Die Nato hat in Libyen interveniert, um auf der Grundlage der Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates Zivilisten zu schützen. Das ist die offizielle Geschichte. Tatsächlich haben Frankreich, Großbritannien und die USA in Libyen eingegriffen, um einen Diktator aus dem Weg zu räumen.

Roland Nelles, "Rebellen in Tripolis: Sarkozys Triumph, Merkels Blamage", 22-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Bundesregierung wollte sich partout nicht am militärischen Einsatz gegen Oberst Gaddafi beteiligen. Nun zerfällt seine Diktatur - und für Deutschland zeigt sich das ganze Ausmaß dieser Fehlentscheidung.

Tobias Piller, "Erfolg der Rebellen: Italien hofft auf Libyen-Geschäft", 24-Aug-2011, FAZ.NET

Zitat: Bei einer Stabilisierung des Landes haben italienische Unternehmen, etwa der Öl- und Gaskonzern Eni, viel zu gewinnen. Doch die privilegierte Position Roms wackelt.

Matthias Gebauer, "Gaddafis Waffenlager: Das explosive Erbe des Diktators", 26-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Seit dem Fall des Regimes in Libyen plündern die Rebellen die Waffenlager Gaddafis. Doch der unkontrollierte Zugang zu den Arsenalen des machtversessenen Despoten beunruhigt die Staatengemeinschaft: Vor allem Boden-Luft-Raketen könnten in die falschen Hände geraten.

Syrien

Wolfgang Bauer, 'Assads Krieg: "Die Nato soll uns helfen!"', 26-Aug-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Heimlich reiste Wolfgang Bauer durch Syrien, traf sich in der Stadt Homs mit Rebellenführern und erlebte die Brutalität des Regimes, das Krieg führt gegen das eigene Volk.

"Syrien: Westen drängt auf Sanktionen gegen Assad", 24-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Setzt die Uno doch noch Strafmaßnahmen gegen Syrien durch? Westliche Staaten trommeln in New York für Sanktionen, die Präsident Baschar al-Assad direkt treffen sollen. Auch EU und Afrikanische Union wollen aktiv werden - in Syrien rollen weiter Panzer gegen die Opposition.

"Syrien-Resolutionsentwurf ohne Sanktionen", 27-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Im Streit um eine internationale Reaktion auf die anhaltende Gewalt in Syrien hat jetzt auch Russland dem Uno-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt. Das Papier enthält im Gegensatz zum Entwurf der USA und der EU keine Sanktionen gegen das Regime von Präsident Asad.

"Unruhen erfassen Damaskus: Arabische Liga will in Syrien vermitteln", 28-Aug-2011, FAZ.NET

Zitat: Während die Proteste gegen Assad weiter zunehmen, sucht die Arabische Liga nach Lösungen und schickt einen Gesandten nach Damaskus. Auch der stellvertretende russische Außenminister wird am Montag in Syrien erwartet.

"Appell an Damaskus: Arabische Liga greift in Syrien-Krise ein", 28-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Der Druck auf das syrische Regime nimmt weiter zu: Die Arabische Liga fordert ein Ende der Gewalt und Reformen, eine Vermittlungsmission soll Präsident Assad zum Einlenken drängen. Die Opposition im Land ruft zum "Beben von Damaskus" auf.

"Leise Kritik aus Iran an Syrien", 28-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Das mit Syrien verbündete Iran hat seine Unterstützung für Präsident Bashar al-Asad bekräftigt, zugleich aber ein Eingehen auf «legitime Forderungen» des Volkes gefordert. Die Arabische Liga kündigte an, eine Delegation von sechs arabischen Aussenministern nach Syrien zu entsenden.

"Aufstand in Syrien: Türkei prophezeit Ende des Assad-Regimes", 29-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: "Wir haben das Vertrauen verloren" - in ungewöhnlich scharfer Form hat sich die türkische Staatsführung von Syriens Diktator Assad distanziert. Besonders deutlich wird Ministerpräsident Erdogan: Da das Regime des Nachbarlandes unbewaffnete Menschen brutal töte, könne es keinen Bestand haben.

"«Inakzeptabel und voreingenommen»", 29-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Alle Aufrufe zu einem Ende des Blutvergiessens in Syrien stossen bei der Führung in Damaskus auf taube Ohren. Die Arabische Liga will vermitteln, darf aber nicht ins Land. Auch Moskau will es versuchen. Inzwischen umzingelt die syrische Armee die nächste Stadt.

"Demonstranten der Uno vorgeführt -- und dann geschossen", 23-Aug-2011, NZZ Online

Zitat: Ein Amateurvideo brachte es an den Tag: Die syrische Führung erlaubte einem Uno-Team, die Demonstrationen in Hom zu besuchen und so die eigene Friedfertigkeit zu beweisen. Doch kaum waren die Beobachter abgezogen, haben die Soldaten in die Menge geschossen. Mindestens sieben Personen wurden dabei getötet.

"Überfall auf Assad-Kritiker: USA verurteilen Attacke auf syrischen Karikaturisten", 26-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Täter griffen in der Dunkelheit an: In Syrien ist der bekannte Karikaturist Ali Ferzat brutal verprügelt worden, seine Hand wurde gebrochen. Der Künstler hatte mit seinen Zeichnungen immer wieder Präsident Assad kritisiert. Die USA verurteilen die Attacke als "Terrorkampagne" des Regimes.

"Unruhen in Syrien: Truppen marschieren in Protest-Hochburgen auf", 27-Aug-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Proteste reißen nicht ab. In der syrischen Hauptstadt Damaskus revoltieren erneut zahlreiche Regimegegner. Machthabers Baschar al-Assad reagiert: Seine Truppen bringen sich in den Hochburgen des Widerstands in Stellung.

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