Aufgefallen: Ägypten, Jemen, Libyen, Syrien, Tunesien
Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.
Proteste in der Arabischen Welt
- Martin Gehlen, "Tunesien, Libyen, Syrien: Sechs Monate später -- was vom Arabischen Frühling übrig ist", 13-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Vor einem halben Jahr ist Tunesiens Diktator geflohen, seither stockt die Revolte hier und in Ägypten, in Libyen ist Krieg, in Syrien Staatsterror. Wo steht Nahost heute?
Ägypten
- "Warnung im Fernsehen: Ägyptens Militär droht jungen Demonstranten", 12-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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"Volk und Armee gehen Hand in Hand": Dieser Slogan während der Revolution im Februar besiegelte den Schulterschluss zwischen Militär und jungen ägyptischen Demonstranten. Doch mit der Harmonie ist es jetzt vorbei. Der Militärrat pocht auf ein Ende der Proteste - mit einem eindeutigen Appell.
- "Proteste in Ägypten: Regierung entlässt Hunderte ranghohe Polizisten", 13-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Der Druck der Straße scheint zu wirken: Die ägyptische Übergangsregierung hat fast 700 leitende Polizisten entlassen und verschiebt offenbar die Parlamentswahl. Damit beugen sich die Militärs weiteren Forderungen der Protestbewegung.
- "Demonstranten vertreiben General vom Tahrir-Platz in Kairo", 16-Jul-2011, NZZ Online
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In Kairo haben Demonstranten ein Mitglied des regierenden Obersten Militärrats vom zentralen Tahrir-Platz vertrieben. General Mahdi soll gestört worden sein, als er einer Rede halten wollte. Der Vorfall unterstreicht die zunehmenden Spannungen zwischen den Demonstranten und der Militärführung.
- "Proteste: Ägyptens Regierungschef bildet Kabinett um", 18-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Premierminister Sharaf hat dem Druck der Bevölkerung nachgegeben und eine umfassende Kabinettsumbildung eingeleitet. Minister aus dem Mubarak-Kabinett sollen ersetzt werden.
Jemen
- "US-Kampfflugzeug bombardiert Extremisten im Jemen", 14-Jul-2011, NZZ Online
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Ein amerikanisches Kampfflugzeug hat am Donnerstag im Jemen eine von Islamisten eingenommene Polizeiwache bombardiert. Drei der Kämpfer kamen bei dem Angriff vor Sonnenaufgang in der Ortschaft Wudiya ums Leben, wie Polizeisprecher Abdullah al-Gadani erklärte.
- "Jemenitische Protestbewegung bildet Schattenregierung", 16-Jul-2011, NZZ Online
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In Jemen soll eine Schattenregierung nach dem Zusammenbruch des Regimes von Präsident Saleh das Land politisch weiter führen. Der Übergangsrat wurde nun von wichtigen Vertretern der jemenitischen Protestbewegung gebildet.
- "Jemen: Tausende demonstrieren am Jahrestag von Salihs Machtübernahme", 17-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Seit genau 33 Jahren herrscht Ali Abdullah Salih im Jemen, und wieder protestieren Tausende gegen den Autokraten. Oppositionelle wollen einen Übergangsrat bilden.
Libyen
- "Krieg in Libyen: Menschenrechtler werfen Rebellen Gewalt gegen Zivilisten vor", 13-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Im Kampf gegen Libyens Diktator Gaddafi werden sie von der Nato unterstützt, doch auch die Rebellen des nordafrikanischen Landes verstoßen offenbar gegen Menschenrechte: Die Organisation Human Rights Watch macht die Regimegegner für Gewalt gegen Zivilisten und Plünderungen verantwortlich.
- Jochen Bittner, 'Libyen-Krieg: "Danke, Nato"', 14-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Wenn Libyens Rebellen Tripolis erobern, könnte es ein Blutbad geben. Muss der Westen jetzt verhandeln?
- "Libyen-Einsatz: Alliierte erkennen Bengasis Rebellen als Regierung an", 15-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Die Gruppe hat Libyens Rebellen als legitime Vertreter des Landes anerkannt, um den Druck auf Gadhafi zu erhöhen. Der Machthaber wettert gegen die "Kreuzritter der Nato".
- "Libyen: Libysche Rebellen feiern Erfolge nach internationaler Anerkennung", 16-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Nach der internationalen Anerkennung haben die Rebellen mit der Stadt Brega einen strategisch wichtigen Ölhafen eingenommen. Der Druck auf Machthaber Gadhafi wird größer.
- "Krieg in Libyen: Gaddafi-Sohn verkündet Verhandlungen mit Frankreich", 11-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Der Nato-Einsatz in Libyen hat noch keinen Sieg der Rebellen gebracht - nach Angaben eines Gaddafi-Sohnes verhandelt das Regime mit der französischen Regierung über eine Friedenslösung. Unter den Nato-Ländern wachsen Konflikte über die Zukunft des Landes.
- "Botschaften von Ghadhafis «Emissären»", 12-Jul-2011, NZZ Online
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Der französische Aussenminister Juppé berichtet über Sendboten, die angedeutet hätten, Oberst Ghadhafi sei zum Rückzug von der Macht bereit. Doch weiterhin gibt es nur diplomatische «Kontakte», keine Verhandlungen.
- Ulrike Putz, "Libyen-Krieg: Gaddafi muss um Geld und Öl bangen", 13-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Mit Gaddafi verhandeln oder ihn im Krieg besiegen? Die Alliierten streiten darüber, wie der Libyen-Militäreinsatz beendet werden kann. Doch US-Geheimdienste sind optimistisch: Dem Despoten gehen wohl Geld und Öl aus.
- "Ungeduld über Kriegsverlauf in Libyen", 14-Jul-2011, NZZ Online
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Die Nato hat die Mitgliedsländer der Allianz aufgefordert, weitere Kampfflugzeuge für Einsätze im libyschen Bürgerkrieg bereitzustellen. Am Freitag sollen sich in Istanbul Vertreter der westlichen und arabischen Staaten zu dem Libyen-Konflikt treffen.
- "Militäraktion gegen Ghadhafi soll verstärkt werden", 15-Jul-2011, NZZ Online
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In Istanbul nahmen Vertreter westlicher und arabischer Staaten ihre Beratungen über den Libyen-Konflikt auf. Der militärische Druck auf das Ghadhafi-Regime soll verstärkt werden, daneben laufen Verhandlungen auf Hochtouren.
- "Krieg in Libyen: USA trafen Gaddafi-Gesandte zu Geheimgespräch", 19-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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US-Vertreter haben direkten Kontakt zu Gesandten des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi aufgenommen. Während das Regime das geheime Treffen als wichtigen Schritt feiert, zeigen sich die Amerikaner wenig begeistert - und verlangen den Rückzug des Diktators.
- "Ghadhafi sucht Freiwillige für den Polizeidienst", 13-Jul-2011, NZZ Online
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Dem libyschen Machthaber Muammar al-Ghadhafi gehen langsam die Freiwilligen aus. Die staatliche Nachrichtenagentur Jana veröffentlichte am Mittwoch einen Aufruf an die «jungen libyschen Männer», sich für den Dienst bei der Polizei in den noch von den Ghadhafi-Truppen kontrollierten Städten und Dörfern zu melden.
Syrien
- "Syrien: Opposition plant Neuanfang für Syrien", 16-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Die Gegner von Syriens Präsident Assad haben bei einer Konferenz in Istanbul über Wege zu dessen Sturz beraten. Unterdessen starben 41 Menschen bei den Freitagsprotesten.
- Yassin Musharbash, "Übergriffe auf Botschaften: Syrien lässt Konflikt mit dem Westen eskalieren", 11-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Graffiti, Eierwürfe, Beschimpfungen - in Damaskus haben Regime-Anhänger die Vertretungen der USA und Frankreichs angegriffen. Ihr Protest richtet sich gegen den Besuch der beiden Botschafter in der Rebellenhochburg Hama. Das Signal ist klar: Beide Seiten haben sich nichts mehr zu sagen.
- "Regierung Asad «hat sämtliche Grenzen überschritten»", 12-Jul-2011, NZZ Online
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Frankreich verlangt von den Vereinten Nationen, zur Lage in Syrien Stellung zu beziehen. Dies nachdem Anhänger des Asad-Regimes die amerikanische sowie die französische Vertretung in Damaskus angegriffen haben, weil die Botschafter zuvor nach Hama gereist waren.
- "Angriff auf US-Botschaft: Obama warnt Syriens Machthaber", 13-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die USA verschärfen ihren Ton gegen Syrien. Nach dem Angriff aufgebrachter Assad-Anhänger auf die US-Vertretung in Damaskus warnte US-Präsident Obama die Machthaber in dem Land: "Niemand legt sich mit unserer Botschaft an."
- "Syrien: Hunderttausende trotzen Assads Regime", 15-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Die Gegner des syrischen Präsidenten haben nach dem Freitagsgebet viele Demonstranten im ganzen Land mobilisiert. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben.
- "Treffen mit Opposition: Syrische Führung unzufrieden mit nationalem Dialog", 11-Jul-2011, FAZ.NET
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Die Führung rief, doch kaum einer kam: Weil die bekannten Vertreter der Opposition das erste Treffen mit Syriens Vizepräsidenten Faruk al Scharaa boykottierten, erneuerte eine Beraterin Präsident Baschar al Assads den Aufruf zum Dialog.
- "Syrien: Mehrere EU-Außenminister fordern Rücktritt Assads", 18-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Die EU drängt auf eine internationale Verurteilung des Regimes von Präsident Assad. Erstmals haben mehrere EU-Außenminister auch seinen Rücktritt verlangt.
- "Syrische Soldaten desertieren", 17-Jul-2011, NZZ Online
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Syrische Truppen haben mit Panzerfahrzeugen die Stadt Sabadani besetzt, eine Hochburg der Protestbewegung. Die Sicherheitskräfte töteten Dutzende von Demonstranten. In einer andern Stadt schlossen sich offenbar Soldaten den Protesten an.
- "Racheakte in Syrien", 18-Jul-2011, NZZ Online
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In der syrischen Stadt Homs ist es zu Kämpfen zwischen Alewiten -- dieser Volksgruppe gehört der syrische Präsident Asad an -- und Sunniten gekommen. Mehrere Personen wurden ermordet und verstümmelt, Geschäfte wurden angezündet.
Tunesien
- "Fortschritte, aber keine Rechtssicherheit in Tunesien", 14-Jul-2011, NZZ Online
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Seit dem Sturz des Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali hat Tunesien nach Einschätzung der Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay einige wichtige Fortschritte gemacht.
