Aufgefallen: Ägypten, Jemen, Libyen, Marokko, Syrien
Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.
Proteste in der Arabischen Welt
- Yassin Musharbash, "Aufstände in Arabien: Die unvollendete Revolution", 29-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Jubelfeiern auf dem Kairoer Tahrir-Platz sind unvergessen - doch sie werden überlagert von der brutalen Gewalt des syrischen Regimes, den Toten im Jemen, den Kämpfen in Libyen. Die arabische Revolte stockt im Angesicht der Gewehrläufe. Aber noch ist sie nicht tot.
- Nora Müller, "Arabische Revolten: Mit den Islamisten reden!", 08-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Der Westen muss seine Berührungsängste mit islamistischen Parteien ablegen. Sie gehören zu den Gewinnern des arabischen Frühlings, schreibt N. Müller im Gastbeitrag.
Ägypten
- Volkhard Windfuhr, "Nach der Revolution: Ägypten erfindet sich neu", 26-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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In Ägypten formiert sich ein neuer Staat. Nach der Revolution streben zahlreiche Parteien an die Macht, liberale wie religiös geprägte. Auch die ganz Frommen kämpfen um ihre Zukunft in der jungen Demokratie - dabei sind ihnen viele Mittel recht.
- Viktoria Kleber, "Demokratisierung: Ägyptens Muslimbrüder fürchten die Spaltung", 08-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Es rumort in der Muslimbruderschaft Ägyptens. Junge Mitglieder fordern demokratische Reformen für die Organisation. Nun gründeten sie eine eigene Partei.
- "Proteste in Ägypten: Demonstranten kritisieren lasche Justiz", 07-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Ägyptische Protestgruppen haben für Freitag Massendemonstrationen im ganzen Land angekündigt. Sie werfen der Justiz vor, zu lasch mit brutalen Polizisten und korrupten Ex-Politikern umzugehen. In Suez bewarfen Demonstranten die Sicherheitszentrale mit Steinen.
- "Frust über Reformstau: Zehntausende Ägypter protestieren wieder", 08-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Wut der ägyptischen Revolutionäre hat sich in einer großen Protestdemonstration auf dem Tahrir-Platz in Kairo entladen - dort wo im Januar alles begann. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße und prangerten leere Versprechen der Übergangsregierung an.
- "Unzufriedene Aufständische protestieren in Kairo", 08-Jul-2011, NZZ Online
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Zehntausende von Ägyptern haben sich am Freitag auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelt, um einen radikalen Wandel zu fordern. Ihnen gehen die Veränderungen seit der Entmachtung von Präsident Hosni Mubarak im Februar nicht weit genug.
- Thorsten Schmitz, "Dokumentarfilm über Kairo -- Nächte am Nil", 05-Jul-2011, sueddeutsche.de
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Kairo steht unter Strom: In ihrer Dokumentation schildern der iranische Filmemacher Rafi Pitts und sein ägyptischer Kollege Marwan Hamed einen Ort, der dampft, lebt und lacht. Doch Zusammenstöße stehen nach wie vor an der Tagesordnung.
Jemen
- "Jemens Präsident zeigt sich erstmals wieder im Fernsehen", 07-Jul-2011, NZZ Online
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Der umstrittene jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat sich erstmals seit Wochen wieder im Fernsehen gezeigt. Mehr als einen Monat nach einem Anschlag auf den Präsidentenpalast in Sanaa hielt er am Donnerstag eine kurze Ansprache, die in einem Militärkrankenhaus in Saudiarabien aufgezeichnet wurde.
- "Präsident Saleh will in einer Woche nach Jemen zurück", 10-Jul-2011, NZZ Online
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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh will offenbar am nächsten Sonntag von Saudiarabien nach Sanaa zurückkehren. Dies meldete der Nachrichtensender Al-Arabiya.
- "Zahlreiche Tote bei Kämpfen in Jemen", 07-Jul-2011, NZZ Online
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Jemen kommt auch nach der Abreise des umstrittenen Präsidenten Ali Abdullah Saleh nicht zur Ruhe. Die Republikanische Garde und der Kaida nahe stehende Gruppierungen wenden weiterhin Gewalt an. Dabei sind mehrere Personen getötet worden.
Libyen
- "Uno-Bericht: Zehntausende Libyer hungern", 05-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Durch den monatelangen Krieg in Libyen ist für viele Menschen die Versorgung mit Lebensmitteln nicht mehr gewährleistet. Laut einem Bericht der Uno hungern vor allem im Westen des Landes Zehntausende Menschen. Ihr Vieh ist längst verkauft oder gegessen.
- "Libyen: Mehr als 1.000 Flüchtlinge erreichen Lampedusa", 9-Jul-2011, ZEIT ONLINE, ,
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Vier Schiffe mit Flüchtlingen sind auf der süditalienischen Insel Lampedusa angekommen. Ministerpräsident Berlusconi sagte daraufhin einen Besuch dort ab.
- Isabelle Imhof, "Geht Ghadhafi «in den Ruhestand»?", 05-Jul-2011, NZZ Online
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Nach monatelangem Konflikt suchen beide Seiten in Libyen nach möglichen Auswegen. Ghadhafi soll bereit sein, «in den Ruhestand» zu gehen, wenn die Rebellen und die internationale Gemeinschaft willens sind, Zugeständnisse zu machen.
- "Nato weiss nichts von geplantem Machtverzicht Ghadhafis", 06-Jul-2011, NZZ Online
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Der Nato liegen nach eigenen Angaben keine gesicherten Erkenntnisse über einen beabsichtigten Rückzug von Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi vor.
- "Erfolge im Westen: Libyens Rebellen zögern mit dem Sturm auf Tripolis", 06-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die libyschen Rebellen rücken immer näher auf Tripolis vor. Nach sechsstündigem Kampf gegen Gaddafis Truppen wurde ein strategisch wichtiger Wüstenort im Westen eingenommen. Doch für die Erstürmung der Hauptstadt fühlen sich die Aufständischen noch nicht bereit.
- "Libyen: Gaddafi-Getreue nehmen Misurata ins Visier", 05-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi haben eine neue Offensive im Westen des Landes gestartet. Den Rebellen zufolge soll ihr Vormarsch Richtung Tripolis verhindert werden. Es gab schon viele Tote.
- "Bürgerkrieg in Libyen: Türkei hilft Gaddafi-Gegnern mit Millionensumme", 04-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die libyschen Rebellen bekommen noch mehr Hilfe von einem einstigen Partner Gaddafis: Die Türkei hat ihnen jetzt finanzielle Hilfe in Höhe von 200 Millionen Dollar zugesagt und die Übergangsregierung in Bengasi offiziell anerkannt.
- "Waffen für libysche Rebellen: Russland wütet gegen Frankreichs Alleingang", 30-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Eine geheime Lieferung aus Paris sorgt für Aufregung: Die französische Regierung lieferte Waffen an die libyschen Rebellen - ohne dies mit den Verbündeten abgesprochen zu haben. Die Aktion könnte sogar einen Verstoß gegen das Embargo darstellen. Frankreich wiegelt ab: "Das geht die Uno nichts an."
- "Abgeordneten-Beschluss: USA dürfen libyschen Rebellen keine Waffen schicken", 07-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Keine amerikanische Militärhilfe für die Gaddafi-Gegner: Mit knapper Mehrheit hat das US-Abgeordnetenhaus der Obama-Regierung untersagt, die libyschen Rebellen mit Waffen zu versorgen - auch Beratung und Ausbildung sind verboten.
- "«War und bin gegen Nato-Angriffe in Libyen»", 07-Jul-2011, NZZ Online
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Italiens Ministerpräsident Berlusconi hat die Nato-Luftangriffe in Libyen als Fehler bezeichnet. Seine Aussagen unterstreichen erneut die zunehmenden Spannungen innerhalb der Nato drei Monate nach Beginn der Luftwaffeneinsätze gegen Ghadhafis Truppe in Libyen.
Marokko
- Bettina Dennerlein, Andres Wysling, "Marokkos König bleibt unantastbar", 08-Jul-2011, NZZ Online
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Die Protestbewegung in Marokko hat eine Verfassungsänderung bewirkt -- aber der König bleibt der übermächtige Monarch. Die Nordafrika-Spezialistin Bettina Dennerlein spricht im Gespräch mit NZZ Online über die Rolle des Monarchen im Reformprozess.
- Andrea Böhm, "Marokko: Kein Wort gegen M6", 06-Jul-2011, ZEIT ONLINE
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Urlauber erleben Marokko als freies Land. Damit sie wiederkommen, mäßigen die Marokkaner ihren Unmut
Syrien
- "Syrische Offiziere sollen Schüsse auf Zivilpersonen befohlen haben", 09-Jul-2011, NZZ Online
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Syrische Offiziere sollen ihren Truppen einen Schiessbefehl gegen unbewaffnete Demonstranten erteilt und den Angriff als Kampf gegen Terroristen gerechtfertigt haben.
- "Amnesty International dokumentiert Staatsterror in Syrien", 06-Jul-2011, NZZ Online
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Folter mit Elektroschocks, Schüsse auf Flüchtlinge und Schläge im Spital: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnet in einem Bericht ein schreckliches Bild der Lage in Syrien.
- Rudolph Chimelli, "Aufstand in Syrien -- Im Sicherheitsnetz der Interessen", 08-Jul-2011, sueddeutsche.de
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Dreißig Jahre nach dem Massaker von Hama erheben sich die Syrer wieder in der Stadt, und diesmal kann das Regime nichts vertuschen. Doch Assads Macht in Syrien scheint gesichert - auch deshalb, weil jede Alternative große Gefahren birgt.
- Yassin Musharbash, "Protest-Hochburg Hama: Syrien zürnt wegen US-Besuch bei Assad-Gegnern", 08-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Diplomat in heikler Mission: Der US-Botschafter in Syrien verbringt den Freitag in der von Panzern bedrohten Protest-Hochburg Hama - um Solidarität mit der Opposition zu zeigen, die Angst vor einem Blutbad hat. Das Regime reagiert wütend: Die USA würden den Aufstand anstacheln wollen.
- "Diplomatische Scharmützel zwischen den USA und Syrien", 09-Jul-2011, NZZ Online
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Das amerikanische Aussenministerium in Washington hat den syrischen Botschafter antraben lassen. Grund sind angebliche Filmaufnahmen von syrischen Demonstranten in den USA. Deren Verwandte in Syrien hätten darauf Repressionen zu spüren bekommen.
- "Grenze zur Türkei: Syrisches Militär schießt auf Flüchtlinge", 04-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei ist offenbar leicht zurückgegangen, Hunderte kehrten trotz anhaltend blutiger Proteste in ihre Heimat zurück. Dennoch bleibt die Situation angespannt: Soldaten schießen auf Flüchtige, und Assad-Mitarbeiter sollen die Lager infiltriert haben.
- Yassin Musharbash, "Syrische Stadt Hama: Diktator nimmt Protest-Hochburg in den Würgegriff", 06-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Symbol für die Brutalität des Regimes: In der Stadt Hama richtete der Vater des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad 1982 ein fürchterliches Massaker an. Jetzt stehen wieder Panzer vor den Toren - es gab bereits 22 Tote, und die Einwohner fürchten, dass noch weit mehr Opfer hinzukommen.
- "Zusammenstösse in der syrischen Stadt Hama", 05-Jul-2011, NZZ Online
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Die Gewalt in Hama nimmt kein Ende. Syrische Regierungstruppen haben Bewohner der von Panzern eingekesselten Stadt Hama beschossen. Das Regime spricht von ein paar Saboteuren, die versucht hätten, ein öffentliches Gebäude zu stürmen.
- "Hunderttausende Syrer demonstrieren gegen Asad", 08-Jul-2011, NZZ Online
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In der syrischen Protesthochburg Hama sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten am Freitag rund eine halbe Million Menschen auf die Strasse gegangen. Die Demonstration ist damit eine der grössten seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Staatschef Asad.
- "Aufstand in Syrien: Parlamentswahl wird verschoben", 07-Jul-2011, SPIEGEL ONLINE
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Das syrische Regime lässt die Proteste der Bevölkerung brutal niederschlagen, im August sollte sich Staatschef Baschar al-Assad zur Wahl stellen. Doch der Termin wurde nun verschoben. Als Grund nennt die Regierung Reformabsichten.
- "Zäher «nationaler Dialog» in Syrien", 10-Jul-2011, NZZ Online
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Vier Monate nach Beginn der Proteste in Syrien hat die Regierung einen Gesprächskanal mit der Opposition eröffnet. Doch die bekannten Oppositionellen blieben dem ersten Treffen zu dem von Präsident Bachar al-Asad initiierten «nationalen Dialog» am Sonntag in Damaskus fern.
