Aufgefallen: Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Libyen, Syrien, Tunesien
Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.
Proteste in der Arabischen Welt
- Thabo Mbeki, "Arabische Unruhen: Die Kolonialisten kehren zurück", 13-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Die Intervention in Libyen zeigt, dass der Westen Afrika noch immer keine Mitsprache zubilligt.
Ägypten
- Samiha Shafy, "Ägypten: Die Jungfrauen vom Tahrir", 06-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Armee, während der Revolution als Verbündete des Volks gefeiert, hat Demonstrantinnen zu "Jungfräulichkeitstests" gezwungen. Die Generäle sind sich keiner Schuld bewusst.
Bahrain
- "Autorin in Bahrain muss ein Jahr ins Gefängnis", 13-Jun-2011, NZZ Online
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Die bahrainische Jung-Dichterin Ajat al-Karmesi ist von einem Staatssicherheitsgericht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ihr «Verbrechen»: sie hatte während der Pro-Demokratie-Proteste im Februar ein Gedicht verlesen.
Jemen
- Steffen Richter, "Arabische Unruhen: USA und Saudi-Arabien brauchen Jemens Stabilität", 08-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Seit Präsident Salih den Jemen verlassen hat, gibt es eine Chance für einen Neuanfang. Es gilt, nach Somalia einen zweiten "failed state" am Golf von Aden zu verhindern.
- "Die Lage in Jemen eskaliert weiter", 10-Jun-2011, NZZ Online
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In Jemen ist keine Lösung des Machtkampfes in Sicht. Bei Kämpfen im Süden wurden nach Angaben von Sanitätern mindestens sechs Menschen getötet. Zehntausende Demonstranten in der Hauptstadt Sanaa protestierten gegen den Präsidenten Ali Abdullah Saleh.
- "Jemen: Präsident Salih schwerer verletzt als angenommen", 07-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Als der Präsident verletzt wurde und ausreisen musste, jubelten die Demonstranten im Jemen. Salih will jedoch angeblich nicht lange im Ausland bleiben. Neue Informationen über seinen Gesundheitszustand befeuern nun die Spekulationen darüber, wann und ob er überhaupt zurückkehren wird.
- "Zeitungsbericht: USA verschärfen Angriffe gegen al-Qaida im Jemen", 09-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die USA fliegen vermehrt Attacken gegen Islamisten im Jemen. Denn Washington fürchtet, dass al-Qaida den Aufstand nutzt, um sich weiter auszubreiten. Aus dem Süden gibt es dramatische Berichte: Dort sollen Leichen in den Straßen einer Stadt verwesen, seit die Extremisten sie eingenommen haben.
Jordanien
- "Jordanischer König kündigt Reformen an", 12-Jun-2011, NZZ Online
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Der jordanische König Abdullah II. hat sich Forderungen nach Reformen gebeugt und angekündigt, dass das Kabinett künftig gewählt werden soll. In einer Rede am Sonntag versprach Abdullah auch weitere Verfassungsänderungen. Details nannte er aber nicht.
Libyen
- Ulrich Ladurner, "Arabische Unruhen: Die Revolution wird kalt", 10-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Im freien Libyen geht der Übergangsregierung das Geld aus. Die Aufständischen fühlen sich vom Westen im Stich gelassen.
- "Über 1000 Flüchtlinge aus Libyen werden vermisst", 07-Jun-2011, NZZ Online
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Das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge schätzt, dass 1500 Flüchtlinge, die in Libyen aufgebrochen sind, vermisst werden oder auf dem Mittelmeer umgekommen sind. Überlebende sprechen von Uniformierten, welche die Überfahrten Richtung Süditalien organisierten.
- "Libyen: Diplomatische Kontakte mit Russland und China", 08-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Der libysche Machthaber schwört seine Anhänger auf einen Kampf bis zum Ende ein. Die Nato intensivierte zugleich ihre Luftangriffe auf Tripolis.
- "Rebellen bereiten sich für Marsch auf Tripolis vor", 08-Jun-2011, NZZ Online
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Noch wehrt sich das Regime von Muammar al-Ghadhafi. Doch die geballten Luftangriffe der Nato und die Attacken der Rebellen setzen den Regierungstruppen schwer zu. Die Nato-Verteidigungsminister beraten in Brüssel über eine weitere Verstärkung des Einsatzes.
- "Millionen-Hilfe für Libyens Rebellen", 09-Jun-2011, NZZ Online
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Die Libyen-Kontaktgruppe will die Rebellen in dem nordafrikanischen Land mit hohen Millionenbeträgen unterstützen. US-Aussenministerin Clinton sagte, es gebe Gespräche mit Vertrauten Ghadhafis über einen Machtwechsel.
- "Libyen: De Maizière prüft Beteiligung an UN-Schutztruppe", 09-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Der Verteidigungsminister stellt die Entsendung deutscher Soldaten für eine UN-Friedensmission in Aussicht. Eine Beteiligung am laufenden Einsatz schließt er aber aus.
- "Libyen-Krieg: Uno-Ermittler zweifelt an Massenvergewaltigungen", 09-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs hält die Berichte für glaubhaft: Schergen des libyschen Diktators Gaddafi sollen systematische Vergewaltigungen betreiben. Nun äußert ein Uno-Ermittler Zweifel an den Belegen - und hält die Vorwürfe für eine "Massenhysterie".
- "Libyen: Westerwelle erkennt Rebellen politisch an", 13-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Westerwelle stärkt den Aufständischen den Rücken: Bei seinem Überraschungsbesuch in Bengasi bezeichnet er den Übergangsrat als "legitime Vertretung des libyschen Volkes".
- "Kampf gegen Gaddafi: Navy-Chef warnt vor Scheitern der britischen Libyen-Mission", 14-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Der Nato-Einsatz gegen Libyens Machthaber Gaddafi wird immer mehr zu einer Belastungsprobe für die Allianz. Der britische Navy-Chef verlangt eine Verstärkung seiner Flotte - sie stoße bei der Operation schon jetzt an ihre Grenzen.
- "Nato in Libyen-Frage weiterhin uneins", 08-Jun-2011, NZZ Online
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Nur eine Minderheit der 28 Nato-Staaten kämpft in Libyen gegen die Truppen von Muammar al-Ghadhafi. Und trotz flehentlicher Appelle des Nato-Generalsekretärs wird sich daran nichts ändern. Aber auch jene, die nicht schiessen möchten, wollen Ghadhafis Sturz.
- "Teure Mission: US-Kosten für Libyen-Einsatz explodieren", 09-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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60 Millionen Dollar pro Monat: So viel kostet die US-Mission in Libyen, weit mehr als vorgesehen. Die USA sehen nun andere Länder in der Pflicht, auch die Bundesrepublik. Verteidigungsminister de Maizière schließt einen deutschen Einsatz nicht mehr aus - aber erst nach dem Sturz Gaddafis.
Syrien
- "Proteste in Syrien 2011", 13-Jun-2011, Wikipedia
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Im Rahmen der Protestwelle in der Arabischen Welt kam es im Frühling 2011 in Syrien zu Protesten, aus denen sich spätestens ab dem 8. April 2011 eine Revolte entwickelte.
- Jürgen Todenhöfer, "Arabische Unruhen: Die Kirschen aus Daraa", 09-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Expedition in ein abgeriegeltes Land: Syrien wirkt friedlicher, als man denkt. Aber Präsident Assad läuft die Zeit davon.
- "Militäroffensive: Türkei erwartet Fluchtwelle aus Syrien", 09-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Aus Furcht vor einer Militäroffensive des syrischen Regimes flüchten Tausende Menschen in die Türkei. Die erwartet bis zu eine Million Flüchtlinge.
- "Aufstand in Syrien: Türkei wirft Assads Truppen Gräueltaten vor", 11-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Es ist die größte Operation der syrischen Armee seit Wochen: Tausende Soldaten sind laut Augenzeugenberichten in die Stadt Dschisir al-Schughur im Norden des Landes eingefallen. Sie verbreiten dort Angst und Schrecken. Der türkische Premier Erdogan spricht von Gräueltaten.
- "Arabische Revolten: Syrien demonstriert Härte", 11-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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An der Grenze zur Türkei schoss syrisches Militär auf wehrlose Demonstranten. Die USA fordern ein sofortiges Ende der Gewalt, die Türkei spricht von "Gräueltaten".
- "Syrische Armee nimmt Rebellenhochburg unter Beschuss", 10-Jun-2011, NZZ Online
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Während die syrische Armee den Aufstand in der Grenzstadt Jisr ash-Shughur mit einem massiven Aufgebot niederzuschlagen versucht, ist der Protest in zahlreichen anderen Städten im Land wieder aufgeflammt. Doch auch dort antwortet das Regime mit Gewalt.
- "Syrien: Syrische Panzer stürmen Dschisr al-Schogur", 12-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Assads Soldaten haben Dschisr al-Schogur besetzt und sollen wahllos Menschen erschossen haben. Der UN-Sicherheitsrat kann sich trotzdem nicht auf eine Resolution einigen.
- "Militäreinsatz: Syrische Armee besetzt Dschisr al-Schogur", 13-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Die syrische Armee hat nach Angaben des Staatsfernsehens die Protesthochburg Dschisr al-Schogur komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Westliche Medien bestätigen dies.
- "Syrien: Assads Truppen lassen Protesten keinen Raum", 14-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Die syrische Armee setzt ihre Militäroffensive gegen eine weitere Proteststadt fort. Die Truppen ziehen nach Maarat al-Numan. Tausende Menschen fliehen in die Türkei.
- Oliver Trenkamp, "Präsidentenbruder Maher al-Assad: Schlächter im Schatten", 12-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Präsident Assad gibt den würdevollen Staatschef, um den Protest kümmert sich der Bruder: Unter den Elitetruppen, die in Dschisir al-Schughur einmarschiert sind, sollen Einheiten unter dem Befehl von Maher al-Assad sein. Er gilt als der eigentliche Organisator des brutalen Vorgehens gegen die Opposition.
- "Vereinte Nationen: Sicherheitsrat diskutiert Syrien-Resolution", 09-Jun-2011, ZEIT ONLINE
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Die EU-Staaten im UN-Sicherheitsrat legen einen Resolutionsentwurf zur Lage in Syrien vor. Dass die Vetomächte Russland und China zustimmen, ist aber unwahrscheinlich.
- "Web-Phantom Amina Abdallah: US-Student outet sich als syrische Bloggerin", 13-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Amina Abdallah Arraf war eine der bekanntesten Bloggerinnen des arabischen Frühlings. Sie kritisierte das Assad-Regime scharf - und Zeitungen, Sender und Newssites berichteten gerne über sie. Doch jetzt zeigt sich: Hinter dem Blog steckte ein amerikanischer Mann. Die Empörung ist groß.
- Frank Patalong, "Aufstand in Syrien: Das Blog-Phantom von Damaskus", 08-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Amina Abdallah Arraf ist eine der bekanntesten Bloggerinnen des arabischen Frühlings: Als "Gay Girl in Damascus" übte sie Kritik am Assad-Regime. Jetzt soll sie vom Geheimdienst verhaftet worden sein - doch Zweifel kommen auf: Existiert die Heldin des syrischen Widerstands überhaupt?
- "Amina Arraf: Angeblich entführte Bloggerin stahl sich ein Gesicht", 09-Jun-2011, SPIEGEL ONLINE
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Wurde die syrische Bloggerin Amina Arraf entführt? Existiert sie überhaupt? Die Hinweise darauf, dass ihre Geschichte zumindest teilweise erfunden sein könnte, mehren sich: Sicher ist nun, dass ihr Gesicht nicht ihr gehört. Die Person, die die Welt als Arraf kennt, ist eine in London lebende Kroatin.
- "Syrische Regierung schaltet landesweit Internet ab", 04-Jun-2011, gulli.com
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Im Kampf gegen die bürgerlichen Aufstände ließ die syrische Regierung das Internet im gesamten Staat abschalten. Der einzige Provider im Land legte auf Befehl der Staatsführung sowohl die kabelgebundenen DSL-Zugänge als auch die Mobilfunknetze, die über Edge oder UMTS mit dem Internet verbunden sein sollten, lahm. So soll die Organisation weiterer Aufstände verhindert werden.
Tunesien
- "Tunesien verschiebt Wahl für Verfassungsrat", 08-Jun-2011, NZZ Online
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Die tunesische Regierung hat die ursprünglich für Juli geplante Wahl eines Verfassungsrates abermals verschoben. Sie solle nun am 23. Oktober stattfinden, sagte Ministerpräsident Beji Caid Sebsi am Mittwoch in der Hauptstadt Tunis. Die Verschiebung um eine weitere Woche sei notwendig, um eine transparente und freie Abstimmung zu gewährleisten.
