Aufgefallen: Bahrain, Jemen, Libyen, Syrien
Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.
Proteste in der Arabischen Welt
- David Motadel, Sven Stockrahm, "Arabische Welt: Revolutionen kommen selten allein", 02-May-2011, ZEIT ONLINE
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In Wellen treffen Revolten seit jeher ganze Regionen. Die arabische Welt zeigt nun, wie rasant sie sich dank moderner Medien ausbreiten. Ein Gastbeitrag von David Motadel
- "Tunesien: Berlusconi und Sarkozy rütteln am Schengen-Abkommen", 26-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Italien und Frankreich wollen sich für eine Änderung der Freizügigkeitsregelungen einsetzen. Die EU-Kommission lehnte den Vorschlag umgehend ab.
- "Geheime Konten: Gadhafi bunkerte 360 Millionen Franken in der Schweiz", 03-May-2011, ZEIT ONLINE
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Ben Ali, Mubarak und Gadhafi: So wie viele schafften auch diese drei Despoten Vermögen außer Landes. Die Schweiz hat die Summe der Potentatengelder nun erstmals benannt.
Bahrain
- "Militärgericht in Manama: Bahrain verurteilt vier Demonstranten zum Tode", 28-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Vier Regierungskritiker sind in Bahrain zur Todesstrafe verurteilt worden. Ein Militärgericht befand sie für schuldig, einen Polizisten während der Proteste getötet zu haben. Die Angeklagten bestreiten den Vorwurf. Drei weitere Menschen müssen lebenslang ins Gefängnis.
Jemen
- "Jemen: Präsident Salih blockiert Machtübergabe", 01-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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Es sollte der Beginn des Machtwechsels werden - und endete für die Opposition mit einer Enttäuschung: Jemens Präsident Salih hat sich geweigert, einen Kompromissvorschlag zur friedlichen Machtübergabe zu unterschreiben. Seine Gegner prüfen nun "alle Eskalationsszenarien".
- "Mehrere Tote im Jemen: Soldaten feuern in demonstrierende Menge", 27-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Sicherheitskräfte im Jemen gehen weiter brutal gegen Demonstranten vor. Bei der Auflösung eines Protestmarschs in Sanaa wurden mindestens zwölf Regierungskritiker erschossen, am "Tag des zivilen Ungehorsams" im Süden des Landes starben weitere Menschen. Es gab Dutzende Verletzte.
- "Jemen: Golfstaaten versprechen Rücktritt Salihs", 26-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Lösung in der jemenitischen Krise? Nach Aussage des Golf-Kooperationsrats wird rasch eine Übergangsregierung ohne Präsident Salih gebildet. Die Protestler sind skeptisch.
Libyen
- "Libyen: Stammesführer wenden sich gegen Gadhafi", 27-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Alle libyschen Stämme haben sich in einer gemeinsamen Erklärung für ein freies Libyen ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern gehört auch ein Mann aus Gadhafis Clan.
- Jan Ross, Ulrich Ladurner, "Militäreinsatz in Libyen: Soll der Westen den Krieg verschärfen?", 29-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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In Libyen eskaliert der Krieg, Gadhafi gibt nicht auf, die Nato ist zerstritten -- die Zeit für schwere Entscheidungen ist gekommen.
- "Luftangriffe auf Libyen: Gadhafi bereit zu Waffenstillstand unter Bedingungen", 30-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Libyens bedrängter Machthaber sagt in einer Fernsehansprache, er sei zu Verhandlungen mit der Nato bereit. Ein Krieg um Öl sei unnötig. Den Rücktritt schließt er aus.
- "Bomben auf Gaddafi: Nato fürchtet Debatte um Libyen-Einsatz", 01-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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War der Luftschlag, bei dem Gaddafi-Sohn Saif al-Arab ums Leben gekommen sein soll, ein Versuch, den Despoten Muammar al-Gaddafi gezielt zu töten? Die Nato-Führer wollen diesen Eindruck unbedingt vermeiden, ihnen droht ein moralisches Dilemma, das den ganzen Einsatz in Frage stellen könnte.
- "Brennende Botschaften: Gaddafi rächt sich für Nato-Angriff", 01-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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Der Libyen-Krieg eskaliert: In Tripolis brennt Berichten zufolge die italienische Botschaft. Auch die Residenz des britischen Spitzendiplomaten wurde angegriffen. Am Samstagabend hatte die Nato einen Luftangriff geflogen, bei dem angeblich ein Sohn und drei Enkel von Diktator Gaddafi ums Leben kamen.
- "Unruhen in Tripolis: Libyen bedauert Angriffe auf Botschaften", 02-May-2011, ZEIT ONLINE
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Libyens Regierung hat sich für Angriffe auf ausländische Vertretungen entschuldigt. Es seien zu wenige Polizisten im Einsatz gewesen, um die Mengen zu kontrollieren.
- "Bombardement in Tripolis: Arzt untersucht Leichen angeblicher Luftschlagsopfer", 02-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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Sind Gaddafis jüngster Sohn und drei Enkel tatsächlich bei einem Nato-Angriff ums Leben gekommen? Ein französischer Arzt durfte die mutmaßliche Leiche von Saif al-Arabs jetzt untersuchen. Das Regime veröffentlichte die Namen der Kinder, die bei dem Angriff gestorben sein sollen.
- "Libyen-Konflikt: Gaddafi bleibt Beerdigung seines Sohnes fern", 03-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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Er starb bei einem Nato-Luftangriff - nun ist Saif al-Arab al-Gaddafi beerdigt worden. Einer fehlte bei der Trauerfeier: sein Vater Muammar al-Gaddafi. Das nährt Spekulationen, der Machthaber sei bei dem Angriff nicht wie vom Regime behauptet unverletzt geblieben.
- "Militäreinsatz in Libyen: Nato attackiert Gaddafis Kommandozentralen", 27-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die Militärallianz in Libyen ändert ihre Strategie, verstärkt sollen Nato-Flugzeuge nun Gaddafis Paläste und Kommandozentralen unter Beschuss nehmen. Der Despot bereitet die nächste Offensive vor.
- "Nato richtet Verbindungsstelle zu libyschen Rebellen ein", 26-Apr-2011, NZZ Online
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Die Nato richtet in Libyen eine Verbindungsstelle zu den Rebellen ein und bezieht damit eindeutig Position im Konflikt. Der Kommandant des Libyen-Einsatzes des Bündnisses zog unterdessen eine gemischte Bilanz. Er sagte, die Zahl der zivilen Opfer wäre weitaus höher, wenn die Nato nicht in Libyen wäre.
- "Krieg in Libyen: Zehntausende Berber fliehen nach Tunesien", 26-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Gaddafis Soldaten nehmen im Kampf um den Machterhalt jetzt auch die Berber unter Beschuss. Zehntausende der libyschen Ureinwohner sind bereits nach Tunesien geflohen. Sie hatten sich schon früh den Rebellen angeschlossen.
- "Hilfsgüter und Ölgeschäfte für Libyen", 27-Apr-2011, NZZ Online
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Die amerikanische Regierung lässt Ölgeschäfte mit den Aufständischen in Libyen zu. Das teilte das Finanzministerium in Washington am Dienstag mit. Bedingung sei, dass das Regime von Muammar al-Ghadhafi dabei nicht mitverdiene.
Syrien
- Steffen Richter, "Sicherheitspolitik: Zweierlei Maß -- Syrien, Libyen und der Westen", 27-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Vergleicht man die Lage in Syrien mit der in Libyen, sind die Parallelen eindeutig. Doch der Westen hält sich gegenüber Damaskus zurück. Warum ist das so?
- Yassin Musharbash, "Proteste: Warum niemand in Syrien eingreifen will", 27-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Syriens Regime versucht, die Revolte im Land brutal niederzuschlagen. Die internationale Gemeinschaft protestiert und will Sanktionen - aber keine Intervention wie in Libyen. Denn die Folgen könnten in der ganzen Region dramatisch sein, von Iran über den Libanon bis Israel.
- Michael Thumann, "Syrien: Sein wahres Gesicht", 29-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Syriens Präsident Baschar al-Assad war lange beim Volk beliebt. Jetzt bekämpft er es mit brutaler Gewalt. Kann er sich an der Macht halten?
- Martin Gehlen, "Syrien: Der Heuchler Assad", 26-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Syriens Machthaber verspricht Reformen - und lässt sofort wieder auf Demonstranten schießen. Assad kann nicht anders. Reformierbar ist sein System nicht.
- "Arabische Revolution: Syriens Diktator zündelt am Pulverfass", 26-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Syrien steht kurz vor einem Bürgerkrieg, Präsident Baschar al-Assad lässt Regimegegner von Scharfschützen töten und Panzer auffahren. Der einstige Hoffnungsträger hat die Chance auf friedliche Reformen verspielt - mit unabsehbaren Folgen für die ganze Region.
- Martin Gehlen, "Syrien: Assads brutale Familienbande", 29-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Der jähzornige Bruder des Staatschefs führt den Angriff auf die Stadt Daraa. Und der stellvertretende Militär-Oberbefehlshaber ist mit Assads Schwester verheiratet.
- "Unruhen: Syrien-Verurteilung scheitert im Weltsicherheitsrat", 28-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Syriens Präsident Assad braucht vorerst keine internationale Verurteilung zu fürchten. Eine Resolution des UN-Sicherheitsrates ist an Russland und China gescheitert.
- "Gewaltwelle in Syrien: Westen lässt Assad weiterschießen", 27-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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In der Syrien-Frage kommen die internationalen Mächte nicht voran. Die USA und Großbritannien lehnen Luftangriffe wie in Libyen ab, der Uno-Sicherheitsrat hat eine Krisensitzung ohne Ergebnis vertagt. Das Regime geht weiter brutal gegen seine Gegner vor.
- "Debatte um Sanktionen: EU erwägt Waffenembargo gegen Syrien", 28-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE
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Die EU plant im Rahmen eines Sanktionspakets ein Waffenembargo gegen Syrien. In einem Arbeitspapier werden außerdem Maßnahmen gegen die Polit-Elite, Kontosperren und Einreiseverbote genannt. Im Land selbst halten sich Gerüchte, das Militär spalte sich in zwei Lager.
- "Proteste in Syrien: Regierung lockt mit Reformen - und schlägt zu", 01-May-2011, SPIEGEL ONLINE
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Es ist eine perfide Strategie: Die syrische Regierung kündigt Reformen an, um die Demonstranten zu beschwichtigen. Gleichzeitig verstärken die Sicherheitskräfte ihre Angriffe in der Hochburg der Aufständischen.
- "Massenprotest: Syriens Opposition trotzt al-Assad", 30-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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"Euer Blut zeigt uns den Weg zur Freiheit": Landesweit machen Demonstranten trotz massiver Gegengewalt des Regimes mobil, um den verhassten Machthaber abzuschütteln.
- "Über 230 Mitglieder verlassen syrische Regierungspartei", 28-Apr-2011, NZZ Online
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Nach zwei Abgeordneten des syrischen Parlaments und des Mufti von Daraa haben sich nun auch eine Reihe von Mitgliedern der regierenden Baath-Partei vom Regime Asads abgewandt. Sie erklärten in einem Schreiben den Austritt aus der Partei.
- "Einwohner von Daraa sprechen von Massaker", 26-Apr-2011, NZZ Online
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Die syrische Armee behauptet, man sei von den Einwohnern Daraas «zu Hilfe gerufen» worden. Stimmen aus der Stadt sprechen jedoch von einem Massaker. Trotz zunehmender Kritik aus dem Ausland scheint Asad den Widerstand in der Stadt mit allen Mitteln brechen zu wollen.
- "Auswärtiges Amt: Deutsche in Syrien sollen ausreisen", 26-Apr-2011, ZEIT ONLINE
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Die syrische Regierung geht trotz Sanktionsdrohungen mit Gewalt gegen die Protestbewegung vor. Deutschland und die USA raten ihren Staatsbürgern, das Land zu verlassen.
- "Syrien: Türkei erwägt Schutzzone für syrische Flüchtlinge", 02-May-2011, ZEIT ONLINE
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Die ersten Syrer sind wegen der Unruhen im Land in die Türkei geflohen. Die erwägt im Nachbarland nun ein Camp einzurichten, um einen Flüchtlingsansturm zu vermeiden.
