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Dienstag, 05. April 2011

Aufgefallen: Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Libyen, Oman, Syrien

Links zu den Protesten in der Arabischen Welt.

Proteste in der Arabischen Welt

Garry Blight, Sheila Pulham, "Arab spring: an interactive timeline of Middle East protests", 31-Mar-2011, guardian.co.uk

Zitat: Ever since a man in Tunisia burned himself to death in December 2010 in protest at his treatment by police, pro-democracy rebellions have erupted across the Middle East. Our interactive timeline traces key events

[via: Markus Beckedahl]

"Schüsse auf Demonstranten in Damaskus", 01-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: In Syrien und im Jemen, aber auch in Ägypten und Jordanien haben wieder Hunderttausende von Menschen gegen ihre Regierungen protestiert. Bei Kundgebungen in Syrien töteten Sicherheitskräfte mindestens neun Personen.

"Libyen-Krise: Nato stellt sich auf monatelange Kämpfe ein", 25-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Nato rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Militäroperation in Libyen. In der Rebellenhochburg Adschdabija tobten auch am Freitag schwere Kämpfe. In Syrien, im Jemen und in anderen arabischen Ländern demonstrierten Tausende Regimegegner.

Ägypten

Amr Hamzawy, "Naher Osten: Die Revolution wird erwachsen", 30-Mar-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Die Änderung der Verfassung ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Demokratie -- auch wenn ich gegen sie gestimmt habe.

Christian Bangel, "Proteste: Foltervorwürfe gegen Ägyptens Armee", 29-Mar-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Die Armee ist in Ägypten äußerst populär -- schließlich half sie mit ihrer Gewaltlosigkeit, das Regime Mubarak zu stürzen. Doch neue Berichte trüben das saubere Bild.

Bahrain

"Polizei in Bahrain erschiesst Jugendlichen", 30-Mar-2011, NZZ Online

Zitat: Die Polizei im Golfstaat Bahrain geht weiter gegen Demonstranten vor. Nun wurde ein 15-Jähriger erschossen.

Jemen

Steffen Richter, "Arabische Revolten: Jemen am Abgrund", 30-Mar-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Die Protestwelle hat auch den Jemen erfasst. Das Land ist der eigentliche Krisenstaat Arabiens, geplagt von Korruption, Separatismus und schwindenden Wasserreserven.

"Opposition in Jemen legt Plan für Machtwechsel vor", 03-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Die Opposition in Jemen hat die Einsetzung eines Vizepräsidenten vorgeschlagen, der die Machtbefugnisse des langjährigen Staatschef Ali Abdullah Saleh übernehmen soll.

"Jemen: USA entziehen Präsident Salih Rückhalt", 04-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Im Jemen eskaliert die Gewalt: Bei Demonstrationen gegen die Regierung schoss die Polizei in die Menge, Hunderte Menschen wurden verletzt. Der Druck auf Präsident Salih wächst: Die USA drängen offenbar auf einen Rückzug des Machthabers.

"Unruhen: Zehntausende demonstrieren im Jemen", 01-Apr-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Neue Massenproteste im Jemen: Zehntausende gingen in Sanaa gegen Präsident Salih auf die Straße. Ein paar Kilometer weiter versammelten sich die Regierungstreuen.

Jordanien

Yassin Musharbash, "Aufstand in Jordanien: Eure Majestät, der Revolutionär", 02-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Auch in Jordanien regt sich der Widerstand gegen Korruption und verknöcherte Machtstrukturen, gibt es Proteste und Demonstrationen. Doch die Herrschaft von König Abdullah II. zweifelt niemand offen an. Im Gegenteil: Die Reformen soll gefälligst der Monarch selbst durchsetzen.

Libyen

Matthias Gebauer, "Krieg in Libyen: Eine Familie zwischen den Fronten", 03-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Frontlinie in Libyen verschiebt sich jeden Tag, Zehntausende Menschen sind aus der Kampfzone geflüchtet. Nun leben sie in Notunterkünften - wie die Familie Elalwani. Angespannt verfolgen Vater, Mutter und Kinder die Nachrichten aus der alten Heimat, an eine rasche Rückkehr glaubt kaum einer.

Thomas Darnstädt, "Intervention in Libyen: Gaddafi darf nicht gewinnen!", 25-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Intervention der Alliierten in Libyen markiert eine Zeitenwende. Denn die Mächte des Weltsicherheitsrats haben entschieden: Menschenrechte sind wichtiger als Frieden um jeden Preis. Die Doktrin der Unantastbarkeit souveräner Staaten ist am Ende.

Carsten Volkery, "Überläufer Mussa Kussa: Gaddafi-Verräter stürzt Westen ins Dilemma", 31-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Der Westen feiert die Flucht des libyschen Außenministers Kussa nach London wie einen Sieg. Der frühere Gaddafi-Intimus kann kostbare Insider-Informationen liefern - der Diktator in Tripolis soll toben über den Verrat. Aber darf die EU einem mutmaßlichen Massenmörder Asyl gewähren?

Carsten Volkery, "Libyen: Was tun mit Gaddafi?", 25-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Der Westen steht vor einem Dilemma: Die Uno-Resolution deckt keinen militärisch erzwungenen Regimewechsel in Libyen - doch solange Gaddafi an der Macht bleibt, ist sein Volk in Gefahr. Wäre ein Volltreffer auf Gaddafis Residenz die Lösung?

"Reicher Despot: 144 Tonnen Gold sichern Gaddafis Kriegsmaschinerie", 22-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Was nützen gesperrte Konten, wenn ein Despot über Tonnen von Gold verfügt? Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi hortet laut "Financial Times" einen milliardenschweren Schatz, mit dem er den Krieg gegen den Westen finanzieren kann. Seine Reserven gehören demnach zu den größten der Welt.

"Krieg in Libyen: Gaddafis Regierung bietet Reformen an", 05-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Ein Rücktritt kommt für Muammar al-Gaddafi nicht in Frage. Er versucht erneut, sich mit Verhandlungsangeboten an der Macht zu halten. Seine Regierung bietet Diskussionen über Reformen an. In Tripolis ließ sich der Diktator von seinen Anhängern bejubeln.

"Libyen: Gaddafis Söhne planen Friedensangebot im Alleingang", 04-Apr-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Steht Muammar al-Gaddafi vor der Kapitulation? Offenbar schwindet selbst in der eigenen Familie der Rückhalt für den libyschen Diktator, der gegen seine eigene Bevölkerung kämpft. Laut "New York Times" haben zwei seiner Söhne einen Friedensplan lanciert.

Ulrike Putz, "Staatschef-Suche für Libyen: Schaulaufen der Wendehälse", 30-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die westlichen Alliierten wollen Muammar al-Gaddafi zur Kapitulation zwingen. Den nächsten starken Mann in Libyen suchen die Verbündeten nicht etwa unter den Rebellen - sondern unter gemäßigten Mitgliedern der alten Staatsspitze.

"Krieg gegen Gaddafi -- Obama preist Militärschläge als lebensrettend", 26-Mar-2011, sueddeutsche.de

Zitat: Seine Kritiker warfen ihm vor, das Land über den Libyen-Einsatz im Unklaren zu lassen - jetzt äußert sich der US-Präsident: Barack Obama verteidigt die Luftschläge und grenzt den Einsatz zugleich ein.

"Wer sich wie am Nato-Einsatz in Libyen beteiligt", 01-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Im Rahmen ihres Einsatzes «Unified Protector» will die Nato eine Seeblockade gegen Libyen sowie ein Flugverbot durchsetzen. Zudem fliegt sie Luftangriffe, um Zivilisten vor den Truppen von Machthaber Ghadhafi zu schützen. Dafür stellen mehrere Nato-Staaten Soldaten, Flugzeuge und Schiffe bereit. Auch zwei arabische Länder beteiligen sich, die nicht der Allianz angehören. Im einzelnen sind dies:

Carolin Lohrenz, 'Außenspiegel: "Wie ein Njet von Breschnew"', 25-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: "La Repubblica" sieht ein Njet wie bei Breschnew, der "Guardian" spricht gar vom "Dolchstoß", nur "Le Figaro" attestiert Deutschland Klarsicht: Die deutsche Enthaltung bei der Libyen-Resolution sorgte diese Woche in Europas Presse überwiegend für massive Kritik.

Carsten Volkery, "Libyen-Konferenz in London: Westen hofft auf Gaddafi-Rückzug", 29-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Operation Odyssey Dawn läuft seit zehn Tagen, eine Kontaktgruppe soll sie jetzt politisch steuern. Der Übergang zur Demokratie funktioniert nur ohne Gaddafi - was aber genau mit dem Diktator geschehen soll, darüber wird auf der Londoner Konferenz der Alliierten nicht offen gesprochen.

"Bürgerkrieg gegen Gaddafi: Mögliche Bewaffnung der Rebellen entzweit Westmächte", 30-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Mangelhaft ausgerüstet, schlecht organisiert: Gaddafis Gegner spüren ihre Unterlegenheit. Soll der Westen die Aufständischen jetzt mit Waffen beliefern? Die Frage löst große Spannungen zwischen westlichen Verbündeten aus. Die USA und Frankreich plädieren dafür -- andere sträuben sich.

Matthias Gebauer, "Hilfe für Libyens Rebellen: Gefährliche Aufrüstung der Amateur-Krieger", 30-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Waffen, Munition, Funkgeräte: Den libyschen Rebellen fehlt es an allem. Eine mögliche Aufrüstung aber ist bei den Alliierten umstritten. Sie würde hohe Risiken bergen und nicht das größte Problem der Aufständischen lösen - die fehlende militärische Führung.

Tomas Avenarius, "Krieg in Libyen -- Rebellen ohne Regierung", 28-Mar-2011, sueddeutsche.de

Zitat: Solange die internationale Allianz bombardiert, ist der Fall von weiteren Städten an die Rebellen nur eine Frage der Zeit. Aber wer sind die Aufständischen eigentlich? Eine transparente Gegenregierung gibt es nicht, auch keine Vorstellung darüber, wie ein künftiges Libyen aussehen könnte.

"Ghadhafi-Regime streckt diplomatische Fühler aus", 04-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Reisen von Gesandten des Regimes in Tripolis nach Griechenland und in die Türkei nähren Spekulationen, dass der Ghadhafi-Clan nach einer Exit-Strategie sucht. Unterdessen gehen die schweren Gefechte um Misrata und Brega weiter.

"Machtkampf in Libyen: Gaddafi lässt Warnung vor Glaubenskrieg verlesen", 31-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Libyens Despot Gaddafi verliert seine Machtbasis. Außenminister Kussa setze sich nach London ab, auch der Geheimdienstchef soll geflohen sein, und ein weiterer Uno-Diplomat hat die Seiten gewechselt. Im TV ließ der Staatschef nun verlesen, es drohe ein Glaubenskrieg in der Region.

"CIA unterstützt Rebellen in Libyen", 31-Mar-2011, NZZ Online

Zitat: Die libyschen Rebellen werden in ihrem verzweifelten Kampf gegen Ghadhafis Truppen offenbar auch am Boden unterstützt. So sind neben CIA-Agenten auch britische Spezialeinheiten seit Wochen in Libyen im Einsatz.

"Ghadhafis Armee zehn mal stärker als Rebellen", 31-Mar-2011, NZZ Online

Zitat: Auch nach den massiven Luftangriffen der vergangenen Woche sehen die USA den libyschen Machthaber Ghadhafi militärisch noch nicht am Ende. Inzwischen hat sich ein weiterer Ghadhafi-Vertrauter abgesetzt.

"Ghadhafi-Truppen erobern Ölhafen Ras Lanuf zurück", 30-Mar-2011, NZZ Online

Zitat: Die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Ghadhafi haben offenbar den Ölhafen Ras Lanuf wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

"Heftige Kämpfe: Libysche Rebellen müssen sich zurückziehen", 29-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Sie haben sich die Eroberung von Gaddafis Heimatstadt Sirte vorgenommen - doch der Vormarsch der Rebellen ist vorerst gestoppt. Die Regierungstruppen beschossen sie mit Raketen und Granaten. Die Aufständischen hoffen nun auf den Einsatz westlicher Kampfflugzeuge.

Matthias Gebauer, "Kämpfe in Libyen: Turnschuh-Truppe auf der Flucht", 29-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Nach den Luftangriffen der Allianz kämpften sich die Rebellen in Libyen schnell nach Westen vor. Nun wurde die chaotisch agierende Guerilla-Truppe von den Gaddafi-Einheiten weit vor Sirte zurückgeschlagen, der Vormarsch ist erst mal gestoppt. An der Front macht sich Frust breit.

"Kampf gegen Gaddafi: Nato übernimmt vollständiges Kommando in Libyen", 27-Mar-2011, SPIEGEL ONLINE

Zitat: Die Nato weitet ihren Einsatz über Libyen aus: Schon jetzt setzt das Bündnis die Flugverbotszone durch, nun sollen Nato-Truppen auch das Kommando bei Luftangriffen auf Gaddafis Truppen von der "Allianz der Willigen" übernehmen. Das Nato-Land Türkei will eine Waffenruhe vermitteln.

Oman

"Tod eines Demonstranten in Oman facht Widerstand an", 02-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Seit Wochen gibt es in der im Süden Omans gelegen Stadt Sohar Proteste gegen die autokratische Regierung in Maskat. Nachdem am Samstag ein junger Demonstrant ums Leben gekommen ist, weitet sich der Widerstand auch auf die Hauptstadt aus.

Syrien

Peter Harling, "Arabische Halbinsel: Syrien hat aus Arabiens Revolutionen nicht gelernt", 01-Apr-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Präsident Assad schießt lieber auf sein Volk, anstatt wirkliche Reformen zu beschließen. Dabei hätte er eine Chance, den Umsturz friedlich zu verhindern. Ein Gastbeitrag

"Doppelstrategie Asads in Syrien", 04-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Die syrische Führung hält an ihrer Doppelstrategie fest: Sie lässt Demonstranten misshandeln und erschiessen, gleichzeitig führt das Regime einige kleinere Reformen ein, welche diverse Erleichterungen versprechen.

"Neuer Regierungsschef in Syrien", 03-Apr-2011, NZZ Online

Zitat: Der syrische Präsident al-Asad hat einen neuen Regierungschef ernannt. Der bisherige Landwirtschaftsminister Safar soll ein neues Kabinett bilden.

"Unruhen: Tote bei neuen Protesten in Syrien", 01-Apr-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: In mehreren syrischen Städten gab es erneut Proteste gegen die regierende Baath-Partei. Sicherheitskräfte feuerten auf Demonstranten, mindestens zwölf Menschen starben.

"«Verschwörer wollen Syrien entzweien»", 30-Mar-2011, NZZ Online

Zitat: Nach den jüngsten Unruhen in Syrien sieht Präsident Bachar al-Asad das Land einer Verschwörung ausgesetzt. Ziel dieser Verschwörung sei es, Syrien in einen religiösen Konflikt zu treiben. Zugleich sprach sich Asad für Reformen aus.

"Arabische Unruhen: Syriens Regierung tritt zurück", 29-Mar-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Syriens Premier Otri gibt dem Druck der Straße nach: Er und seine Minister haben ihre Ämter niedergelegt. Doch die Demonstranten zielen eigentlich auf Präsident Assad.

"Protest in Syrien: Sicherheitskräfte treiben Demonstranten auseinander", 28-Mar-2011, ZEIT ONLINE

Zitat: Die weitreichenden Reformversprechen des syrischen Präsidenten haben die Regimekritiker gelähmt. Auf eine Schar von Demonstranten ließ al-Assad jetzt schießen.

"Proteste und Gewalt in Syrien -- Zuckerbrot und Peitsche", 26-Mar-2011, sueddeutsche.de

Zitat: Syriens Diktator Assad lässt Hunderte Gefangene frei und setzt weiter auf Gewalt. Demonstranten werden geprügelt, Menschen erschossen. Angeblich laufen nun Offiziere zu den Regimegegnern über.

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