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Samstag, 03. Juni 2006

PDF: Adobe gegen PDF direkt in Microsoft Office 2007

[via: Golem.de] Einer der Stärken des Dokumentformats PDF von Adobe besteht darin, dass Adobe die gut verständliche Spezifikation dieses Formats veröffentlicht hat, so eignet sich PDF auch für die Archivivierung, weil das Format nicht an einen Hersteller gebunden ist,

sondern, Dank der offengelegten Spezifikation, von anderen Software zur Anzeige und Generierung von PDF-Dokumenten entwickelt werden kann, was reichlich genutzt wird und bisher kein Problem darstellte. Zitat von der Adobe-Website:

The PDF Reference provides a description of the Portable Document Format and is intended for application developers wishing to develop applications that create PDF files directly, as well as read or modify PDF document content.

Adobe untersagt Microsoft die direkte PDF-Unterstützung

U.a. neben "Open Office" und "Word Perfect Office" sollte nun eigentlich auch "Microsoft Office 2007" den Export nach PDF direkt unterstützen - darüber ist zwischen Adobe und Microsoft ein Streit entbrannt. Zitat aus der Golem.de-Meldung:

Seit vier Monaten streiten Microsoft und Adobe hinter den Kulissen darüber, ob und wie PDF-Funktionen in Office 2007 eingebunden werden, berichtet das Wall Street Journal. Dieser Disput wurde nun beendet und Adobe hat Microsoft aufgefordert, die PDF-Funktionen nur gegen eine gesonderte Bezahlung in ihrer Office-Software bereit zu stellen. Diesem Ansinnen folgte Redmond nicht, wird aber den PDF-Export aus Office 2007 ausbauen.

Während für allen anderen eine PDF-Unterstützung bisher kein Problem war, wird mit Microsoft jetzt einer einzelnen Firma untersagt direkt PDF in ihrer Software zu unterstützen. Stattdessen soll eine kostenpflichtige Software als Erweiterung angeboten werden. Grund hierfür soll die monopolartige Stellung von Microsoft sein. Zitat aus der Golem.de-Meldung:

Gegenüber dem Wall Street Journal enthüllte ein Microsoft-Anwalt, dass der Konzern erwartet, dass Adobe eine Kartellklage gegen Microsoft anstrengen wird. Adobe selbst äußerte sich nicht zu den Angaben aus Redmond. Der PDF-Erfinder verwies nur darauf, dass der Adobe-CEO der Auffassung ist, dass Microsoft sein Monopol im Software-Markt missbrauche.

Etwa alle oder niemand

Nur monopolartige Stellung von Microsoft und damit eventuell geringere Einnahme für Adobe in Sachen PDF hin und her. Angesichts der offenen Spezifikation und der schon existierenden Software von Drittfirmen mit PDF-Unterstützung ist das nicht wirklich ausgewogen. Etwa ist es allen problemlos erlaubt PDF selbst direkt zu unterstützen oder es ist allen verboten. Anders macht es meiner Ansicht nach keinen Sinn und sorgt nur für Verunsicherung.

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