Telepolis: Frisst das Internet seine Väter?
In "Darwinismus im Cyberspace: Frisst das Internet seine Väter?" macht Wolfgang Kleinwächter basierend auf der 10. Jahrestagung der "Internet Society" (ISOC) in Barcelona eine Bestandsaufnahme des Internets:
William Mc Donough, [...] brachte es auf den Punkt: "eGovernment, eCommerce, eLearning, eHealth, eContent: it is e-nough."Es sei Unsinn, im Jahr 2004 noch zwischen "Business" und "eBusiness" zu unterscheiden.
Das faszinierende Internet in dem jede Person mit jeder anderen direkt in Kontakt treten kann und Informationen kostenlos überall und jederzeit zur Verfügung stehen ist mittlerweile etwas ganze reales, ganz normales geworden.
Derzeit wird es von geschätzten 750 Mio. Menschen benutzt. Im Jahre 2007 werden es 1 Milliarde sein. Damit ist es zugleich ein Spiegelbild unserer Gesellschaft in der es nicht nur Gutes, sondern auch Diebstahl, Betrug, gefälschte Nachrichten, Viren usw. gibt. Und dessen wohl wichtigstes Kommunikationsmittel, die E-Mail, weltweit aus 60% Spam besteht.
So gibt es Überlegungen zu einem "trusted Internet", das besser geschützt ist. Und damit eine Spaltung in eine
"Business Class", wo man "unter sich" ist, und eine "Economy Class", wo man mit Vandalen und Kriminellen Seite and Seite unterwegs istfür das Internet denkbar ist.
Zusätzlich bietet das Netz gute Überwachungsmöglichkeiten. Jeder Mausklick im Netz hinterläßt eine Spur, die sich zurückverfolgen und zusammensetzen läßt. Im Jahr 2003 hatte die Entwicklung und Produktion von Überwachungstechnologie einen Zuwachs von 50 Prozent.
