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Montag, 05. April 2004

Die Zukunft der Zeitungen

Via Simon Willison zwei Artikel zur Zukunft der Zeitungen.

Vin Crosbie, "What Newspapers and Their Web Sites Must Do to Survive", 03-Apr-2004

Vin Crosbie führt zunächst den Rückgang der Zeitungsleser und insbesonders der jüngeren Zeitungsleser in den USA auf. Zusätzlich werden die Online-Versionen der Zeitungen von noch wesentlich wenigeren regelmäßig gelesen und im Schnitt liest eine Person weniger Seiten einer online als einer gedruckten Ausgabe.

Hauptproblem der analogen und auch derzeitigen Online-Zeitungen ist es, dass die Zeitungen für alle gleich sind. Jedes Exemplar einer gedruckte Ausgabe ist identisch und wird so an die Leser unabhängig von ihren individuellen Interessen ausgeliefert. Gleiches gilt für die Online-Zeitungen.

Die Chance von digitalen Medien liegt darin, Zeitungen auszuliefern, die sich jeweils an den Interessen des einzelnen Lesers orientieren. Dabei ist ein wichtiger Punkt das Ausliefern. Online-Zeitungen werden im Gegensatz zu gedruckten Zeitungen nicht an die Leser ausgeliefert, sondern von ihnen selbst aufgerufen. Diese Inhalte können aber auch per Mail und andere Techniken, individuell an die Interessen angepaßt ausgeliefert werden.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Zeitungen in möglichst unterschiedlichen Formaten wie gedruckte Zeitungen, Websites, E-Mail, Handy-Inhalten, ePapers etc. gelesen werden können sollten.

Steve Yelvington, "Ten years in new media: Looking back, looking forward", 02-Apr-2004

Steve Yelvington wirft einen kurzen Blick auf 10 Jahre eigener Erfahrung mit der Produktion von Online-Zeitungen zurück. Sein Hauptkritikpunkt ist, dass die Zeitungsindustrie zu viel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit in die Technologie steckt und nicht genug in die Vision des Produkts. Mit dem Ergebnis, dass die "Online-Zeitungen" alle Unzulänglichkeiten und Schwächen der gedruckten Zeitungen kopieren.

Er zählt dann eine Reihe von wirtschaftlichen und benutzerorientierten Zielen zur Verbesserung auf. Hierzu gehört das Ziel die Sites in interaktive, von den Nutzern anpassbare Treffpunkte zu verwandeln, auf denen die Benutzer selbst Inhalte beisteuern und ihre Erfahrungen untereinander austauschen können.

Unter den wirtschaftlichen Zielen ist die bessere und eigenständige Nutzung von lokalen Anzeigen aufgeführt.

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