Aseem R. Deshpande, "Linux Kernel 2.6: the Future of Embedded Computing, Part I"
Via OSNews, Aseem R. Deshpande hat auf linuxjournal.com mit "Linux Style: Linux Kernel 2.6: the Future of Embedded Computing, Part I" einen Artikel zum Linux Kernel 2.6 im Bezug auf Embedded-Systeme veröffentlicht.
Der Embedded-Markt stellt besondere Anforderungen an ein OS, so muss die Software möglichst schnell reagieren und mit wenigen Ressourcen auskommen können. Der Linux Kernel 2.6 enthält Verbesserung für Linux auf Embedded-Hardware, die Aseem R. Deshpande im obigen Artikel beschreibt.
Kernel Preemption
Systemaufrufe können nun unterbrochen werden, so dass der User-Prozess
mit seiner Aufgabe fortfahren kann, bevor der Systemaufruf beendet ist.
Virtual Memory abschaltbar
Der 2.6-Kernel kann ohne Virtual Memory-Unterstützung compiliert werden.
Dies vermeidet durch Swapping verursachte Zeitverzögerungen.
Effizienterer Scheduler
Der Scheduler zum Umschalten von einem Prozess auf den nächsten
wurde für Linux 2.6 neu geschrieben und ist nun effizienter.
Fast User-Space Mutexes (Futex)
Der geordnete Zugriff auf gemeinsam genutzte Ressourcen wie Shared-Memory
wurde mit den Futex beschleunigt, in dem dabei versucht wird
Systemaufrufe zu vermeiden. Zusätzlich können Prioritäten gesetzt
werden, um Programme mit einer höheren Priorität Vorrang vor anderen
geben zu können.
Verbessertes Thread-Modell (NPTL)
Der Kernel unterstützt nun die Native Posix Threading Library (NPTL).
Und ist damit deutlich schneller geworden. Tests der NPTL-Autoren
ergaben, dass Linux nun innerhalb von ca. 2 Sekunden 100 000 Threads
gleichzeitig starten und wieder stoppen kann. Das alte Thread-Modell hat
hierfür 15 Minuten benötigt.
Leichter anpassbar
Durch die Einführung des Subarchitecture-Konzepts lässt sich Linux
leichter an spezielle Custom-Hardware anpassen.
CPU-Unterstützung
Der 2.6-Kernel unterstützt eine Reihe von CPUs ohne MMU wie
Dragonball und ColdFire von Motorola sowie Hitachi H8/300 und NEC v850.
ALSA, Video4Linux
Für Multimedia ist für Audio ALSA enthalten und Video4Linux wurde
verbessert
Ausführlich beschrieben ist dies alles im obigen Artikel.
